Jane:

Am Ende sind es immer die Eltern, die Ihre Kids aufklären sollten. Egal bei was ;)

Ursprünglich veröffentlicht auf ElternGuide:

Ein wichtiges Element der Medienkompetenz von Kindern, ist der Umgang mit Werbung. Nie waren Werbebotschaften so präsent wie heute. Und niemals zuvor waren diese so schwer von anderen Medieninhalten zu unterscheiden. Entsprechend wird es immer wichtiger, den Unterschied zu verarbeiten. „Advertising literacy, also die Fähigkeit, Werbung zu erkennen, einzuordnen und zu verstehen, gehört zu den wichtigsten Kompetenzen für die kindliche Entwicklung hin zu informierten und kompetenten KonsumentInnen.” so Prof. Ralf Terlutter von der Uni Klagenfurt.

Ralf TerlutterBisher ging die Wissenschaft davon aus, dass allein das Alter der entscheidende Faktor in der Entwicklung des Umgangs mit Werbung wäre. Da allerdings bei jüngeren Studien immer mehr Unterschiede innerhalb der Altersgruppen auftauchten, führte die Uni Klagenfurt eine groß angelegte Studie mit 249 Interviews in Volksschulen durch. Mit dem Ziel, einer interessanten Fragestellung auf den Grund zu gehen:

Beeinflussen Essgewohnheiten, Körpergewicht und Körperwahrnehmung den Umgang von Kindern mit Werbung?

„Eine der zentralen Erkenntnisse ist, dass…

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Agenturübersicht Hamburg aktualisiert

Veröffentlicht: 4. Dezember 2013 in Kinder, Werbung / Marketing
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Die Agenturübersicht wurde nach langer Zeit mal wieder überarbeitet. Unter http://kinderundwerbung.wordpress.com/agenturen/ findet Ihr ab sofort die erneuerten Einträge der Casting-, Comparsen, Model und Schauspielagenturen aus dem Großraum Hamburg.

Wie immer gilt: Falls ihr selbst einer Agentur angehört, die hier unbedingt gelistet werden sollte, meldet euch bei mir und schickt alle wichtigen Infos + einen kleinen Text über euch und euer Spezialgebiet.

 

 

Nach einer doch etwas ausgiebigeren Sommerpause hier im Blog möchte ich heute etwas über die Aktion “Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein!” von der Techniker Krankenkasse schreiben. Ich war (zugegeben schon vor ein paar Wochen) neulich mal wieder bei der Techniker Krankenkasse und habe mit Jürgen Naujoks über dieses Projekt gesprochen.

Ich muss sagen, es war beeindruckend. Die TK ist mit damit in fast allen Bundesländern in den Schulen präsent, allein in Hamburg sind es über 700! Die Lehrer werden mit dem sogenannten Mobbingkoffer ausgerüstet, in dem alle wichtigen Materialien untergebracht sind. Zusätzlich bekommen sie eine Schulung, dessen Inhalt sie dann auch wieder anderen Lehrern beibringen können (Multiplikatorschulung).

Der Inhalt des Mobbingkoffers

Hierzu gehören:

1. Ein Handbuch zur Projektwoche, in dem die einzelnen Sessions der kompletten Projektwoche enthalten und vorbereitet sind

2. Dann sind dort auch noch zwei DVDs drin:

-> Auf der ersten DVD wird den Kindern gezeigt, was Mobbing bedeutet und welche Folgen es haben kann. Außerdem ist noch Coachingmaterial für die Lehrer mit drauf.

-> Auf der zeiten DVD sind Beispiele aus der Schulpraxis für die Eltern. Mit diesem Film soll eine Grundlage für ein Gespräch auf einem Eltertreffen geschaffen werden.

3. Ein Anti-Mobbing-Spickzettel für die Lehrer. Den Namen habe ich mir nicht ausgedacht und auch das “Haus vom Nikolaus” habe ich nicht auf den Spickzettel gemalt! Ist aber eine tolle Idee und ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Spickzettel die Lehrer in der Projektwoche sehr gut unterstützt hat :)

Der Lehrer-Spickzettel

4. Was nicht fehlen darf, sind natürlich die Info-Materialien für Eltern. Aktiver Schutz kann nur funktionieren, wenn hier alle zusammen arbeiten.

Zusätzlich habe ich vom Herrn Naujoks noch ein neues Modul für den überarbeiteten Koffer bekommen. Hierbei geht es um ein sehr wichtiges Zusatzmodul: Das Thema Cybermobbing. Aktueller denn je, mit einem immensen Gefahrenpotenzial und für Eltern nur schwer zu überblicken. Hierzu werde ich euch natürlich noch ausführllicher berichten.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion nicht von der Techniker allein, sondern auch vom Landesinstitut für Schulentwicklung und Lehrerbildung (Hamburg) und für das Cybermobbing-Modul hinzugekommen ist Klicksafe.de, über die ich auch schon öfters berichtet habe.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr, falls euer Kind an dem Projekt schon einmal teilgenommen hat, eure Erfahrungen damit berichten würdet. Das muss nicht hier öffentlich im Blog sein. Ihr könnt mir auch gern direkt schreiben! Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!

Eure Jane

Hier kommen die 5 Regeln, mit denen man für das Mindestmaß an Sicherheit für seine Kinder sorgen sollte. Für diejenigen, die mit Englisch so Ihre Schwierigkeiten haben, gibt es unten die Übersetzung der Infografik!

5 golden Rules for Parents

Hiermit soll es für Eltern leichter sein, ihre Kinder an Social media teilhaben zu lassen und trotzdem sicher unterwegs zu sein

1. Zeig mir, was du dir ansiehst!
Bitte dein Kind darum, dir zu zeigen, was es sich für Seiten ansieht. Zeige Interesse an den Seiten, die dein Kind sich ansieht und vor allem: Merke Sie dir, damit du sie später auf Sicherheitsaspekte hin durch checken kannst. Finde heraus, wie die Sicherheitseinstellungen dort sind und wie man anstößiges melden kann.

“46 % aller Elten (UK) geben zu, dass ihre Kinder mehr vom Internet und Social Media verstehen als sie selbst!”

2. Privatsphäreeinstellungen überprüfen!
Da Kinder Social Media nutzen, um alles, was sie tun, zu teilen, (viiieele Kommas) kann das Ändern des Profils auf “privat” sehr sinnvoll sein. So kann man sie davor schützen, dass private Fotos, persönliche Informationen oder der momentane Standort in die falschen Hände gerät.

“80 % der 12-15 Jährigen in GB sind aktives Mitglied in einem Sozialen Netzwerk und haben (natürlich) dort auch ein Profil.”

3. Frag einfach! 
Hilf deinem Kind zu verstehen, dass es Fake-Profile gibt und Menschen über ihre Identität lügen und darüber, wer sie sind. Erkläre, dass es nur mit anderen befreundet sein sollte, wenn es die Person wirklich kennt und ihr vertraut – in der realen Welt!

“35% der Kids werden beim Surfen gar nicht überwacht!”

4. Foto-Check!
Gute Idee, wie ich finde: Erkläre deinem Kind, dass es dort nur Fotos veröffentlicht, die es dir sofort zeigen würde. (Wirklich sehr gut, da in dem Moment sofort der “is mir peinlich”-Schalter umgelegt wird!) Checke außerdem, was es für Apps und Seiten nutzt, um diese zu teilen.

5. Sag deinem Kind, dass es mit dir reden kann, wenn sich über etwas Sorgen macht, dass gerade online geschieht!
Wenn du mit deinem Kind über seine Lieblingsseiten redest, über das Internet und die möglichen Risiken, dann reden es auch eher mit dir über Situationen, in denen es sich unwohl gefühlt hat und Inhalte, die es nicht sehen wollte!

Unten in der Grafik sind übrigens noch ein paar Links mit weiterführenden Infos enthalten! Originalquelle ist der Ofcom report in GB vom April 2013.

Zu viel TV – und dann?

Veröffentlicht: 19. Juni 2013 in Dies und das, Kinder
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Im letzten Beitrag habe ich ja schon ausführlich über das Suchtpotenzial der heutigen Medien berichtet. Heute geht es um die Folgen, die neben sozialer Auffäligkeit noch zu erwarten sind. Zu viel TV bzw Medienkonsum kann dazu führen dass die Kreativität und Kommunikationsfähigkeit leidet und sie fördert eben auch Trägheit und erhöht damit die Gefahr des Übergewichts.

Bei einem durchschnittlichen Konsum von einer Stunde täglich werden sich die Kreativität und auch die Kommunikationsfähigkeit eines Kindes wohl kaum verschlechtern. Da brauchen wir uns eher weniger Sorgen machen. Wenn aber ein Kind nicht gebremst wird und jeden Tag drei oder mehr Stunden vor dem Fernsehgerät, PC oder der X-Box sitzt, sind derartige Veränderungen wahrscheinlich. Das kindliche Gehirn wird nur noch einseitig belastet: Die rechte Gehirnhälfte, die für die visuelle Aufnahme von Informationen zuständig ist, wird wesentlich intensiver genutzt als die linke Gehirnhälfte. Diese ist für die Sprache, die Fantasie und das abstrakte Denken wichtig.  Wenn dein Kind also ständig zockt, wird auch die Sprache eher auf das Notwendige reduziert. Diese Kinder können dann zum Beispiel nicht mehr wirklich zuhören und verlieren bei mündlichen Vorträgen schnell den „Faden“.

Diese Entwicklung geht mit der Weiterentwicklung der Medien einher. Früher schufen sich Kinder ihre eigene Fantasiewelten. Heute ist das nicht mehr notwendig, denn sie bekommen aus den Medien teilweise Fantasiewelten geliefert, die ihre eigene Vorstellung bei Weitem übertreffen. Dadurch werden schon in den ersten Lebensjahren die Voraussetzungen für mangelhafte kognitive Fähigkeiten gesetzt. Aber vielleicht ist das ja auch das Schicksal unserer digital Natives?
Die zweite genannte Entwicklung, die Gewichtszunahme bei Kindern und Jugendlichen, ist ein wachsendes Problem. Die Schuld dafür wird gern bei der Lebensmittelindustrie und dem dort herrschenden Wettbewerb und eben auch bei der Werbung gesucht. Aber es ist nicht nur die Werbung, die die Kids zum Futtern verleitet. es ist das Nichts-Tun, das einen großen Beitrag dazu leistet. Nach einer Studie des Robert Koch Instituts besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Dauer des Medienkonsums und dem Übergewicht. 20% der Kinder mit einem hohen Medienkonsum sind übergewichtig! Bei Kindern, deren Mediennutzung im mittleren Bereich liegt, beträgt diese Wahrscheinlichkeit nur noch 13,9 Prozent und bei denen, die sich kaum mit Medien beschäftigen, sogar nur noch 11,2 Prozent. Der Begriff der „Medien“ umfasst in diesem Fall den Fernseher, Videos, Spielkonsolen (ab elf Jahren) und Computer.

Übergewicht ist ein Problem, welches durch eine Vielzahl von Faktoren wie den folgenden determiniert wird:

  • unausgewogenen Ernährung,
  • mangelnden Bewegung,
  • Genetik (hier ist schon durch die Veranlagung der Grundstein für Übergewicht gelegt) und
  • die sogenannten sozioökonomischen Faktoren: Je niedriger der soziale Stand ist, desto höher ist der Anteil übergewichtiger Kinder.

Ein zu hohes Gewicht im Kindesalter kann natürlich auch krankheitsbedingt sein. Hier wird das Übergewicht zum Beispiel durch Schilddrüsenerkrankungen oder andere hormonelle Störungen verursacht. Das trifft aber nur auf 1 Prozent der Fälle zu! Im Normalfall wird das Übergewicht durch das Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr und –verbrauch verursacht.  Eine mangelnde körperliche Aktivität geht mit einem übermäßigen Konsum einher.

Im Schulalltag haben Kinder zusätzlich kaum Möglichkeiten, sich ausreichend zu bewegen. Zu Hause jedoch ist ihre Bewegung keineswegs eingeschränkt. Sie sind maximal während des Erledigens der Hausaufgaben zum Sitzen gezwungen! Wenn sich ein Kind dann für passive Freizeitbeschäftigungen wie eben das Spielen mit Konsolen, PC oder Fernsehen entscheidet, nimmt es wahrscheinlich zu. Hier sind wieder einmal die Eltern gefordert, denn sie müssen Bewegungsanreize für ihre Kinder schaffen. Meist ist es jedoch so, dass ein falsches Verhalten durch eine mangelhafte Vorbild- und Erziehungsfunktion der Eltern sogar unterstützt wird.

Es ist wahrscheinlich, dass dicke Kinder durch Spots eher zum essen animiert werden als normalgewichtige Kinder. Zudem sehen dünne Kinder den Spot auch seltener, weil sie öfter anderweitig beschäftigt sind. Die Ursache für die Fettleibigkeit Einiger liegt aber nicht in den Spots selbst, sondern in ihrem Lebensstil.  Zu dem Ergebnis kamen auch die Kieler Adipositas Präventionsstudie (Kiel Obesity Prevention Study, KOPS) und die Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Es ist also nicht die Lebensmittelindustrie, die generell Schuld am Übergewicht der Kinder ist!

Also liebe Eltern, schickt die Kiddies an die frische Luft, geht ins Freibad oder macht eine Rad Tour! Euer aller gesundheit wird es danken :)

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Die Flut der Medien ist kaum noch zu bewältigen – für Eltern wie für Kinder

Durch die weltweite, mediale Vernetzung von Millionen von Menschen ist eine echte, direkte Kommunikation mit anderen nicht mehr notwendig. Unsere Kids können der realen Welt mit ihren lebendigen Beziehungen ganz einfach entfliehen und müssen sich darin gar nicht mehr zwingend zurechtfinden. Es herrschen beste Voraussetzungen, um in die virtuelle Welt einzutauchen und dort eben auch einen Großteil seiner Zeit, also des noch jungen Lebens zu verbringen. Kinder vereinsamen und isolieren sich von der Außenwelt, teilweise sogar ganz bewusst, sei es aufgrund von Problemen wie Übergewicht oder einfach, weil zocken „in“ ist. In der virtuellen Welt sind sie ohne Gesicht und ohne das direkte Gegenüber ganz einfach ungehemmter. Und das macht Spaß!

Das wohl größte Suchtpotenzial bilden Konsolen-, Internet- und Computerspiele wie zum Beispiel „World of Warcraft“ (WoW). Dieses Spiel wird im Fernsehen von Testimonials wie den Fantastischen Vier oder Mr. T als „cool“ beworben (gut, die Spots sind schon etwas her). Gleichzeitig hat dieses Spiel einen zweifelhaften Ruf, der ihm weltweit große Aufmerksamkeit zuteil werden lässt: Es ist nicht nur zeit- und geldaufwändig, sondern es macht süchtig. Über kaum ein Spiel wird mehr diskutiert, auch wenn es sich hierbei nicht einmal um eins der sogenannten  Killerspiele handelt. Jeder WoW-Spot zeigt die eben genannten Stars und ihre virtuellen Ichs beim Spiel. Am Ende eines jeden Spots wird die Frage gestellt: „Was spielst du?“ Ein Kind, das hierfür empfänglich ist, soll sich fragen: Ja, was spiele ich denn eigentlich?? Aber auch Online-Portale wie Facebook werden von Schulkindern gern genutzt, um eben auch nachmittags in Kontakt mit den Klassenkameraden und Freunden zu bleiben. Leider können Eltern hier oft nicht mit reden, weil sie kaum oder gar keine Medienkompetenz besitzen :(

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Welche Kinder sind besonders gefährdet und warum? Die Medienbindung ist bei vielen Kindern ausgeprägt. Sie sehen (fast) alle gern fern und sie spielen genau so gern mit Computern und Konsolen oder surfen im Netz, aber nicht jedes davon entwickelt sich zu einem Süchtigen. Sind es vielleicht die Eltern oder die heutige Gesellschaft, die ihre Kinder zu sehr vor Problemen und Fehlern schützen will?Liegt es an der alögegenwärtigkeit der Technik?

Es gibt Kids, bei denen ganz klar auffällt, dass sie prädestiniert zum übermäßigen Medienkonsum sind. Wenn hier zusätzlich keine Grenzen gesetzt werden, verschlimmert sich die anfängliche Auffälligkeit durch die sich „gegenseitig verstärkende Erlebens- und Verhaltensschleife“:  Durch ihr suchtgeprägtes, bereits auffälliges Verhalten sind sie anderen Kindern gegenüber gereizt und aggressiv. Verhalten die anderen sich nicht so, wie das auffällige Kind es sich wünscht nicht, wird geschrien und gehauen. Dadurch gehen bestehende Beziehungen zu Klassenkameraden in die Brüche und die einzige Beschäftigung, die noch bleibt, ist der Medienkonsum.

Nach Schulte-Markwort betrifft das vor allem Kinder, die zum Beispiel auffällig verwahrlost, unsicher oder auch kontaktscheu sind….Hä? Eine derartige Generalisierung ist gerade bei der Prävention absolut nicht hilfreich. Die Medien-Initiative „Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht“ hat diesbezüglich die „10 goldenen Regeln für Eltern“ entwickelt. Mit Hilfe dieser Regeln können Eltern aktiv Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder nehmen und so verhindern, dass aus dem Suchtpotenzial ein Suchtverhalten entsteht. Einige dieser recht hilfreichen Regeln sind:

  • Vereinbart mit eurem Kind klare Regeln und Zeiten zur Computernutzung. Achtet bitte auch auf die Einhaltung dieser Abmachung (!!!!)
  • Beobachtet, mit wem, wo und wie oft Ihr Kind Computerspiele nutzt!
  • Nutzt den Computer nicht als Belohnungs- oder Bestrafungsmittel und missbraucht ihn v.a. nicht als Babysitter!

Es wird deutlich, worin die Probleme liegen und wie leicht Eltern Fehler machen können. Die Folgen ihres Handelns sind oft weitreichend und nur unter großen Anstrengungen zu korrigieren. Computersüchtige Kinder sind nur schwer in der Lage, normal außerhalb des Computerspiels zu leben und zu denken. Wie auch bei jeder anderen Sucht fallen die schulischen Leistungen ab und Auseinandersetzungen mit anderen Kindern können nur noch durch aggressives Verhalten bewältigt werden. Pubertierende Kinder gehen wichtigen Entwicklungsaufgaben aus dem Weg und sind bei dem späteren Übergang in das erwachsene Leben überfordert.

Das große Problem hierbei ist, dass man Computersüchtige nicht unbedingt erkennt. Drogenabhängige fallen dadurch auf, dass sie herumtorkeln, stehlen und „asozial durchhängen“. Diese Art der psychischen Abhängigkeit ist empirisch umfassend belegt und erforscht. Zur Ermittlung der Dunkelziffer der computersüchtigen Kinder sind jedoch aufwändige Erhebungen notwendig. Solange aber die Aufmerksamkeit und das Interesse dafür bei den Eltern, der Regierung und den Schulen fehlt, wird die Anzahl der Mediensüchtigen Kinder auch nicht zurückgehen.

Daher möchte ich allen Eltern den Titel der eben erwähnten Initiative noch einmal ans Herz legen: SCHAU HIN, WAS DEIN KIND MACHT!

Eure Jane

Kinder und Mediennutzung

Veröffentlicht: 28. Mai 2013 in Dies und das, Kinder
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Sollten Kinder fernsehen, bis “der Arzt kommt”?

Zunächst einmal sei gesagt, dass die Nutzung von Medien grundlegend durch das Nettoeinkommen im Haushalt bestimmt wird. Wer weniger Geld hat, kann seinem Kind nun mal nicht die Playstation Portable + IPad kaufen (das wäre auch nicht gerade im Sinne eines Kindes, das Beispiel dient hier lediglich der Veranschaulichung). Natürlich ist es heutzutage so, dass fast alle Haushalte (> 90 %) mit einem Fernsehgerät, Handy, Festnetz-Telefon, Radio und CD/MP3-Player ausgestattet sind. Jedes zweite Kind hierzulande hat ein Handy und mehr als ein drittel besitzt einen eigenem MP3-Player.

Die Nutzung der einzelnen Medien hängt aber von mehreren Faktoren ab. Einen Faktor bildet das Medium selbst. Hier geht es darum, ob es sich zum Beispiel um das Fernsehen oder eine Zeitschrift handelt. Ein anderer Faktor ist die Jahreszeit. An einem Wintertag sehen Kinder ganz klar mehr fern als im Sommer. Auch der Wochentag ist ein Faktor, denn Sonntags ist die Computernutzung nicht nur bei Kindern mehr als doppelt so hoch wie an den Werktagen. Das dürfte jeder, der sich am Wochenende im Netz aufgehalten hat, schon einmal gespürt haben :)

Medien wie Radio oder Bücher haben einen relativ geringen Stellenwert bei Kindern. Der Kindle könnte da abhilfe schaffen, aber Lesen ist nun mal relativ unpopulär bei den Kids. Es gibt nur einige wenige Kinderbücher, wie Harry Potter, die gern von Kindern gelesen werden und auch einen entsprechenden Stellenwert beitzen. Bei der Nutzung von Computern und Computerspielen und auch beim Fernsehen sieht es anders aus. Letztendlich ist aber das Fernsehen das Medium, dass Kinder am liebsten nutzen. Der Fernseher ist einfach zu bedienen und rödelt fröhlich stundenlang vor sich hin. Wenn man sich nicht betätigen will, bietet fernsehen die beste Alternative.

Wenn es um die Folgen des übermäßigen Fernsehens geht, stellen sich Eltern die immer gleichen Fragen: Wie viel fernsehen und speziell Werbung kann mein Kind verstehen und verarbeiten? Wie nimmt es Werbung überhaupt wahr und erkennt es vielleicht sogar Manipulationsversuche? Viele Eltern würden ihre Kinder wahrscheinlich nicht der Werbung aussetzen wollen….Um das zu ermöglichen, müssten sie aber entweder ausschließlich mit ihren Kindern zusammen fernsehen oder das Fernsehen ganz aus dem Alltag entfernen!

Inwieweit das Erstere durchsetzbar ist, weiß jeder selbst. Die sinnvolle Selektion des Programms auf kinderfreundliche und pädagogisch wertvolle Angebote ist eine mühselige und zeitaufwendige Angelegenheit. Daher wählen einige Eltern die Methode des totalen Ausschlusses. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) stellt diesbezüglich klar, dass der pädagogische Ansatz der “Vermittlung von Medienkompetenz” der bessere Weg für die jungen Konsumenten ist. Kinder sollten sich demnach aktiv mit der Werbung auseinander setzen, denn nur so lernen sie frühzeitig den kompetenten Umgang damit. Auch das Jugendamt ist der Meinung, dass dieser Ausschluss einem Kind mehr schadet als Nutzen bringt. Kommen wir mal zu den Folgen, die so ein Ausschluss mit sich bringt:

  • das Kind hat keine Möglichkeit, um den Umgang mit Gerät und Programm zu erlernen,
  • es kommt zu Aggressionen gegen die Eltern, weil „die verbieten, was sie selbst gerne tun“,
  • es wird von seinem sozialen Umfeld isoliert,
  • es wird unkontrolliert bei anderen ferngesehen.

Deshalb sollten Eltern ihren Kindern stets einen altersgerechten Mix aus medialen und nichtmedialen Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.  Das mag in der Umsetzung anstrengend sein, aber das eine oder andere Extrem ist sicherlich beides gleich schlecht für die geistige Entwicklung unserer Kinder. Weitere Infos und Literatur dazu findet ihr überigens unter Ratgeber.

In diesem Sinne,
Eure Jane

Carpe Diem Camp in Hamburg

Veröffentlicht: 6. Mai 2013 in Dies und das

Jane:

Für alle, die Carpe Diem leben!

Ursprünglich veröffentlicht auf JaneS Marketing:

408037_450107505074211_210712364_nAm 01. und 02. Juni ist es soweit – das erste Carpe Diem (Bar-)Camp Hamburgs findet statt. Die Sessionplanung ist in der heißen Phase und auch ich werde teilnehmen! Ich freue mich schon darauf und hoffe auf viele interessante Sessions in netter Atmosphäre :)

Wer nicht so richtig weiß, was mit dem Begriff Barcamp gemeint ist, der kann sich auf der Website des carpediemcamp informieren.

Alle weiteren Infos findet ihr unter http://carpediemcamp.de

Zur Facebook-Veranstaltung geht es unter https://www.facebook.com/events/459127370841912/

Ich freue mich auf euch!

Eure  Jane

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Ein schönen ersten Mai erstmal! Ich hoffe, ihr habt den Tag alle genießen können :)

Ich bin gerade zufällig über einen weiteren Beitrag zum Thema Medienkompetenz gestoßen. Wieder im Zusammenhabng mit der Social Media Week, wo ich schon einmal im Beitrag Kinder. Social Media. Verantwortung berichtet habe. Hier geht es jetzt aber um das Panel “Netzgemüse”, wo ebenfalls über Themen wie die Internetnutzung von Kindern gesprochen wurde.

Lange Rede kurzer Sinn ;) Hier geht es zum Beitrag von pusteblumemedia.

Bis bald,
Eure Jane

evian-roller-babyJeder kennt sie, die Roller Babies von Evian. Das Konzept ist denkbar simpel: Babies, die unglaublich beweglich sind und Stunts machen, die manch Erwachsener nicht hinbekommt.Und dabei sind sie auch noch so süüüüß anzusehen!

Inzwischen wurde der Spot bei YouTube ganze 65 Millionen mal angeklickt. Warum sollte man also auf Altbewährtes verzichten? Das dachte sich wohl auch die Marketingabteilung von Evian selbst und hat wieder einen vom Konzept her sehr ähnlichen Spot heraus gebracht. Das Ergebnis kann sich natürlich auch dieses mal sehen lassen.

Diese Bewegungen, die die Knirpse da so machen, sind einfach zauberhaft und zwingen einen automatisch zum Schmunzeln. Mit aufwendigster Technik wurden hier hunderte von Babies gecastet und dann in den verschiedensten Posen gehalten und fotografiert. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat. Das Video ist jetzt seit dem 19. April online und wurde inzwischen schon sage und schreibe 29 Millionen mal angeklickt. Damit ist das das viralste video des Jahres. Wir dürfen gespannt sein, ob es den Roller-Babies Spot schlägt.

Lange Rede kurzer Sinn: Überzeugt euch einfach selbst! Ich find’s klasse :)