Mit ‘Eltern’ getaggte Beiträge

UnbenanntBald ist es soweit: Mitte Juni kommt mein Buch zum Thema Medienkompetenz heraus. 6 Monate nach Feierabend am PC sitzen und schreiben werden dann endlich physisch greifbar sein!

Herausgekommen ist am Ende eine schöne Mischung aus Themen wie Cybermobbing oder Stalking mit ganz praktischen Sachen wie der Einrichtung von PC, Browser und vielen anderen Dingen.

Besonders aufgehalten hat die Tatsache, dass sich alles ständig im Wandel befindet. So sieht das Frontend von Avira heute anders als zu Beginn aus, von Facebook mal ganz abgesehen. Aber auch Twitter hat einiges geändert. Nur Samsung ist sich (oder Apple;) treu geblieben und hat mir hier nicht reingegrätscht! Danke :)

Heute möchte ich für euch ein paar Inhalte zum Lesen bereitstellen. Über einige Dinge, die dort vorkommen, habe ich hier ja schon einmal berichtet. Andere Sachen sind einfach zu umfangreich, um sie mit einem Blogbeitrag abzuhandeln.

Falls Ihr wissen wollt, worum es in dem Buch generell gehen wird, könnt ihr außerdem gern im Inhaltsverzeichnis stöbern. Da ich hier auf diesem Blog nur eingeschränkte Möglichkeiten habe, findet ihr das volle Inhaltsverzeichnis sowie ein Elternforum, in dem ihr Fragen stellen und auch diskutieren könnt, unter http://janesmarketing.de/forums/

Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen!

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Nach einer doch etwas ausgiebigeren Sommerpause hier im Blog möchte ich heute etwas über die Aktion „Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein!“ von der Techniker Krankenkasse schreiben. Ich war (zugegeben schon vor ein paar Wochen) neulich mal wieder bei der Techniker Krankenkasse und habe mit Jürgen Naujoks über dieses Projekt gesprochen.

Ich muss sagen, es war beeindruckend. Die TK ist mit damit in fast allen Bundesländern in den Schulen präsent, allein in Hamburg sind es über 700! Die Lehrer werden mit dem sogenannten Mobbingkoffer ausgerüstet, in dem alle wichtigen Materialien untergebracht sind. Zusätzlich bekommen sie eine Schulung, dessen Inhalt sie dann auch wieder anderen Lehrern beibringen können (Multiplikatorschulung).

Der Inhalt des Mobbingkoffers

Hierzu gehören:

1. Ein Handbuch zur Projektwoche, in dem die einzelnen Sessions der kompletten Projektwoche enthalten und vorbereitet sind

2. Dann sind dort auch noch zwei DVDs drin:

-> Auf der ersten DVD wird den Kindern gezeigt, was Mobbing bedeutet und welche Folgen es haben kann. Außerdem ist noch Coachingmaterial für die Lehrer mit drauf.

-> Auf der zeiten DVD sind Beispiele aus der Schulpraxis für die Eltern. Mit diesem Film soll eine Grundlage für ein Gespräch auf einem Eltertreffen geschaffen werden.

3. Ein Anti-Mobbing-Spickzettel für die Lehrer. Den Namen habe ich mir nicht ausgedacht und auch das „Haus vom Nikolaus“ habe ich nicht auf den Spickzettel gemalt! Ist aber eine tolle Idee und ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Spickzettel die Lehrer in der Projektwoche sehr gut unterstützt hat :)

Der Lehrer-Spickzettel

4. Was nicht fehlen darf, sind natürlich die Info-Materialien für Eltern. Aktiver Schutz kann nur funktionieren, wenn hier alle zusammen arbeiten.

Zusätzlich habe ich vom Herrn Naujoks noch ein neues Modul für den überarbeiteten Koffer bekommen. Hierbei geht es um ein sehr wichtiges Zusatzmodul: Das Thema Cybermobbing. Aktueller denn je, mit einem immensen Gefahrenpotenzial und für Eltern nur schwer zu überblicken. Hierzu werde ich euch natürlich noch ausführllicher berichten.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion nicht von der Techniker allein, sondern auch vom Landesinstitut für Schulentwicklung und Lehrerbildung (Hamburg) und für das Cybermobbing-Modul hinzugekommen ist Klicksafe.de, über die ich auch schon öfters berichtet habe.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr, falls euer Kind an dem Projekt schon einmal teilgenommen hat, eure Erfahrungen damit berichten würdet. Das muss nicht hier öffentlich im Blog sein. Ihr könnt mir auch gern direkt schreiben! Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!

Eure Jane

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Die Flut der Medien ist kaum noch zu bewältigen – für Eltern wie für Kinder

Durch die weltweite, mediale Vernetzung von Millionen von Menschen ist eine echte, direkte Kommunikation mit anderen nicht mehr notwendig. Unsere Kids können der realen Welt mit ihren lebendigen Beziehungen ganz einfach entfliehen und müssen sich darin gar nicht mehr zwingend zurechtfinden. Es herrschen beste Voraussetzungen, um in die virtuelle Welt einzutauchen und dort eben auch einen Großteil seiner Zeit, also des noch jungen Lebens zu verbringen. Kinder vereinsamen und isolieren sich von der Außenwelt, teilweise sogar ganz bewusst, sei es aufgrund von Problemen wie Übergewicht oder einfach, weil zocken „in“ ist. In der virtuellen Welt sind sie ohne Gesicht und ohne das direkte Gegenüber ganz einfach ungehemmter. Und das macht Spaß!

Das wohl größte Suchtpotenzial bilden Konsolen-, Internet- und Computerspiele wie zum Beispiel „World of Warcraft“ (WoW). Dieses Spiel wird im Fernsehen von Testimonials wie den Fantastischen Vier oder Mr. T als „cool“ beworben (gut, die Spots sind schon etwas her). Gleichzeitig hat dieses Spiel einen zweifelhaften Ruf, der ihm weltweit große Aufmerksamkeit zuteil werden lässt: Es ist nicht nur zeit- und geldaufwändig, sondern es macht süchtig. Über kaum ein Spiel wird mehr diskutiert, auch wenn es sich hierbei nicht einmal um eins der sogenannten  Killerspiele handelt. Jeder WoW-Spot zeigt die eben genannten Stars und ihre virtuellen Ichs beim Spiel. Am Ende eines jeden Spots wird die Frage gestellt: „Was spielst du?“ Ein Kind, das hierfür empfänglich ist, soll sich fragen: Ja, was spiele ich denn eigentlich?? Aber auch Online-Portale wie Facebook werden von Schulkindern gern genutzt, um eben auch nachmittags in Kontakt mit den Klassenkameraden und Freunden zu bleiben. Leider können Eltern hier oft nicht mit reden, weil sie kaum oder gar keine Medienkompetenz besitzen :(

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Welche Kinder sind besonders gefährdet und warum? Die Medienbindung ist bei vielen Kindern ausgeprägt. Sie sehen (fast) alle gern fern und sie spielen genau so gern mit Computern und Konsolen oder surfen im Netz, aber nicht jedes davon entwickelt sich zu einem Süchtigen. Sind es vielleicht die Eltern oder die heutige Gesellschaft, die ihre Kinder zu sehr vor Problemen und Fehlern schützen will?Liegt es an der alögegenwärtigkeit der Technik?

Es gibt Kids, bei denen ganz klar auffällt, dass sie prädestiniert zum übermäßigen Medienkonsum sind. Wenn hier zusätzlich keine Grenzen gesetzt werden, verschlimmert sich die anfängliche Auffälligkeit durch die sich „gegenseitig verstärkende Erlebens- und Verhaltensschleife“:  Durch ihr suchtgeprägtes, bereits auffälliges Verhalten sind sie anderen Kindern gegenüber gereizt und aggressiv. Verhalten die anderen sich nicht so, wie das auffällige Kind es sich wünscht nicht, wird geschrien und gehauen. Dadurch gehen bestehende Beziehungen zu Klassenkameraden in die Brüche und die einzige Beschäftigung, die noch bleibt, ist der Medienkonsum.

Nach Schulte-Markwort betrifft das vor allem Kinder, die zum Beispiel auffällig verwahrlost, unsicher oder auch kontaktscheu sind….Hä? Eine derartige Generalisierung ist gerade bei der Prävention absolut nicht hilfreich. Die Medien-Initiative „Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht“ hat diesbezüglich die „10 goldenen Regeln für Eltern“ entwickelt. Mit Hilfe dieser Regeln können Eltern aktiv Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder nehmen und so verhindern, dass aus dem Suchtpotenzial ein Suchtverhalten entsteht. Einige dieser recht hilfreichen Regeln sind:

  • Vereinbart mit eurem Kind klare Regeln und Zeiten zur Computernutzung. Achtet bitte auch auf die Einhaltung dieser Abmachung (!!!!)
  • Beobachtet, mit wem, wo und wie oft Ihr Kind Computerspiele nutzt!
  • Nutzt den Computer nicht als Belohnungs- oder Bestrafungsmittel und missbraucht ihn v.a. nicht als Babysitter!

Es wird deutlich, worin die Probleme liegen und wie leicht Eltern Fehler machen können. Die Folgen ihres Handelns sind oft weitreichend und nur unter großen Anstrengungen zu korrigieren. Computersüchtige Kinder sind nur schwer in der Lage, normal außerhalb des Computerspiels zu leben und zu denken. Wie auch bei jeder anderen Sucht fallen die schulischen Leistungen ab und Auseinandersetzungen mit anderen Kindern können nur noch durch aggressives Verhalten bewältigt werden. Pubertierende Kinder gehen wichtigen Entwicklungsaufgaben aus dem Weg und sind bei dem späteren Übergang in das erwachsene Leben überfordert.

Das große Problem hierbei ist, dass man Computersüchtige nicht unbedingt erkennt. Drogenabhängige fallen dadurch auf, dass sie herumtorkeln, stehlen und „asozial durchhängen“. Diese Art der psychischen Abhängigkeit ist empirisch umfassend belegt und erforscht. Zur Ermittlung der Dunkelziffer der computersüchtigen Kinder sind jedoch aufwändige Erhebungen notwendig. Solange aber die Aufmerksamkeit und das Interesse dafür bei den Eltern, der Regierung und den Schulen fehlt, wird die Anzahl der Mediensüchtigen Kinder auch nicht zurückgehen.

Daher möchte ich allen Eltern den Titel der eben erwähnten Initiative noch einmal ans Herz legen: SCHAU HIN, WAS DEIN KIND MACHT!

Eure Jane

Kinder und Mediennutzung

Veröffentlicht: 28. Mai 2013 in Dies und das, Kinder
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Sollten Kinder fernsehen, bis „der Arzt kommt“?

Zunächst einmal sei gesagt, dass die Nutzung von Medien grundlegend durch das Nettoeinkommen im Haushalt bestimmt wird. Wer weniger Geld hat, kann seinem Kind nun mal nicht die Playstation Portable + IPad kaufen (das wäre auch nicht gerade im Sinne eines Kindes, das Beispiel dient hier lediglich der Veranschaulichung). Natürlich ist es heutzutage so, dass fast alle Haushalte (> 90 %) mit einem Fernsehgerät, Handy, Festnetz-Telefon, Radio und CD/MP3-Player ausgestattet sind. Jedes zweite Kind hierzulande hat ein Handy und mehr als ein drittel besitzt einen eigenem MP3-Player.

Die Nutzung der einzelnen Medien hängt aber von mehreren Faktoren ab. Einen Faktor bildet das Medium selbst. Hier geht es darum, ob es sich zum Beispiel um das Fernsehen oder eine Zeitschrift handelt. Ein anderer Faktor ist die Jahreszeit. An einem Wintertag sehen Kinder ganz klar mehr fern als im Sommer. Auch der Wochentag ist ein Faktor, denn Sonntags ist die Computernutzung nicht nur bei Kindern mehr als doppelt so hoch wie an den Werktagen. Das dürfte jeder, der sich am Wochenende im Netz aufgehalten hat, schon einmal gespürt haben :)

Medien wie Radio oder Bücher haben einen relativ geringen Stellenwert bei Kindern. Der Kindle könnte da abhilfe schaffen, aber Lesen ist nun mal relativ unpopulär bei den Kids. Es gibt nur einige wenige Kinderbücher, wie Harry Potter, die gern von Kindern gelesen werden und auch einen entsprechenden Stellenwert beitzen. Bei der Nutzung von Computern und Computerspielen und auch beim Fernsehen sieht es anders aus. Letztendlich ist aber das Fernsehen das Medium, dass Kinder am liebsten nutzen. Der Fernseher ist einfach zu bedienen und rödelt fröhlich stundenlang vor sich hin. Wenn man sich nicht betätigen will, bietet fernsehen die beste Alternative.

Wenn es um die Folgen des übermäßigen Fernsehens geht, stellen sich Eltern die immer gleichen Fragen: Wie viel fernsehen und speziell Werbung kann mein Kind verstehen und verarbeiten? Wie nimmt es Werbung überhaupt wahr und erkennt es vielleicht sogar Manipulationsversuche? Viele Eltern würden ihre Kinder wahrscheinlich nicht der Werbung aussetzen wollen….Um das zu ermöglichen, müssten sie aber entweder ausschließlich mit ihren Kindern zusammen fernsehen oder das Fernsehen ganz aus dem Alltag entfernen!

Inwieweit das Erstere durchsetzbar ist, weiß jeder selbst. Die sinnvolle Selektion des Programms auf kinderfreundliche und pädagogisch wertvolle Angebote ist eine mühselige und zeitaufwendige Angelegenheit. Daher wählen einige Eltern die Methode des totalen Ausschlusses. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) stellt diesbezüglich klar, dass der pädagogische Ansatz der „Vermittlung von Medienkompetenz“ der bessere Weg für die jungen Konsumenten ist. Kinder sollten sich demnach aktiv mit der Werbung auseinander setzen, denn nur so lernen sie frühzeitig den kompetenten Umgang damit. Auch das Jugendamt ist der Meinung, dass dieser Ausschluss einem Kind mehr schadet als Nutzen bringt. Kommen wir mal zu den Folgen, die so ein Ausschluss mit sich bringt:

  • das Kind hat keine Möglichkeit, um den Umgang mit Gerät und Programm zu erlernen,
  • es kommt zu Aggressionen gegen die Eltern, weil „die verbieten, was sie selbst gerne tun“,
  • es wird von seinem sozialen Umfeld isoliert,
  • es wird unkontrolliert bei anderen ferngesehen.

Deshalb sollten Eltern ihren Kindern stets einen altersgerechten Mix aus medialen und nichtmedialen Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.  Das mag in der Umsetzung anstrengend sein, aber das eine oder andere Extrem ist sicherlich beides gleich schlecht für die geistige Entwicklung unserer Kinder. Weitere Infos und Literatur dazu findet ihr überigens unter Ratgeber.

In diesem Sinne,
Eure Jane

pinkstinks_logoPinkstinks – so lautet der Name einer Kampagne, mit der auf Werbung aufmerksam gemacht werden soll, die Mädchen in limitierende Geschlechterrollen drückt. Pink stinkt! Mit dieser Botschaft wird gegen Sexismus in der Außenwerbung gekämpft, denn Kinder und Jugendliche werden heutzutage massiv von der Werbewirtschaft und TV-Shows unter Druck gesetzt. Hinzu kommt diese merkwürdige Erscheinung, dass es scheinbar alle witzig finden, wenn Frauen in Spots als dumm dargestellt oder nur auf ihr äußeres reduziert werden. Hierzu gibt es einen sehenswerten Clip auf der Pinkstinks.de Startseite:


Sendungen wie Germanys Next Topmodel verstärken den Tenor des ganzen unglaublich, sodass Mädchen heute vielfach Models werden wollen. Sie sind geblendet von der massiven, aber nur kurz andauernden Aufmerksamkeit, die den Mädchen in GNTM zukommt. Wer die Sendung nur etwas hinterfragt, stößt jedoch schnell auf Kritik. „Sie laufen wieder – ins Leere“ ist der Titel des Stern-Beitrags zum Start der aktuellen Staffel. Dort heißt es unter anderem, dass von den Kandidatinnen in dieser Staffel keine ein Topmodel wird. Die neue Aufmachung sollte wohl eigentlich persönlicher werden, Heidi ist nun wieder ständig mit den Mädels unterwegs und nicht via Bildschirm vom anderen Ende der Welt zugeschaltet. Auch die Massencastings zu Beginn einer jeden Staffel fielen komplett weg. Trotzdem bleibt die Sendung das, was sie vorher auch schon war: Eine Bereicherung für die Macher, die Designer und Fotografen, die dort auftreten. Sicher haben die Mädchen eine schöne Zeit, Geld sehen sie aber kaum. Und interessieren tut sich auch niemand wirklich für die sie, wenn erst einmal alles vorbei ist.

Traurige Folge des Ideals, das hier vertmittelt wird: Das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit der Mädchen nimmt rapide ab. Viele finden sich heute zu dick, hässlich und sind einfach unzufrieden. Der Aufklärungsbedarf, der hier besteht, ist kaum zu bewältigen. Carolin Kebekus ist eine, die es wenigstens versucht. Sie nutzt ihren Status, um mit Sätzen wie „Heidi Klum sagt im Fernsehen, wir wären zu fett, doch Männer lieben Weiber mit’nem Arsch im Bett“ [aus ihrem Album Ghetto-Kabarett – sehr zu empfehlen!] aufzurütteln.

Zurück zu Pinkstinks: Auf der Website http://pinkstinks.de/ könnt ihr euch über die Kampagne informieren, die Petition „Gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung: Kinderschutz jetzt!“ unterzeichnen uvm. Und für alle, die sich am 01. September in und um Berlin aufhalten, empfehle ich die von Pinkstinks organisierte Demo!!

Facebook Graph Search – aufgepasst

Veröffentlicht: 14. Februar 2013 in Soziale Netzwerke
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Ihr habt vielleicht noch nicht davon gehört, aber Facebook wird seine Suchfunktionen „verbessern“. Graph Search heißt der neueste Einfall von Mr. Zuckerberg.

Paul_BieberHierzu habe ich einen sehr interessanten Beitrag von Paul Bieber erhalten, der euch über die wichtigsten Neuerungen informiert und ich kann nur jedem raten, sein Profil auf mögliche Graph Search Likes zu checken. Paul ist Referent und Social Media Manager bei Columbus Interactive in Ravensburg. Zu seinen Kunden gehören u.a. die doubleSlash Net-Business GmbH und site-tracker.com.

Schütze dein Facebook-Profil vor Facebook Graph Search!

Soziale Netzwerke wie Facebook sind ein zweischneidiges Schwert: Sie ermöglichen einerseits neue Formen der Kommunikation mit Bekannten und Unbekannten, andererseits können sie bei unvorsichtiger Nutzung ein Problem für den Schutz von privaten Daten darstellen. Je besser die Suche und Navigation innerhalb von Facebook wird, umso schneller kann dabei die Privatsphäre in Gefahr sein. Zu Beginn von Facebook verschwanden Peinlichkeiten und Dummheiten sehr schnell von der Pinnwand und somit aus dem Blickfeld. Die Einführung der Chronik im Jahr 2011 ermöglichte es, schnell zu alten Beiträgen zu navigieren. Sämtliche Beiträge wurden somit archiviert und bleiben auf unbestimmte Zeit sichtbar.

Die neue Facebook-Suchfunktion „Graph Search“ ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf dem Weg gläserne Profile, die für jeden Nutzer des sozialen Netzwerks sichtbar sind, zu erstellen. Graph Search ist die interne semantische Suchmaschine, welche eine gezielte themen- und personenspezifische Suche ermöglicht. Sämtliche Daten, die Nutzer seit ihrem Start bei Facebook in ihren Profilen eingegeben haben, werden für die Suche herangezogen. Dazu gehören nicht nur die Basis-Angaben wie Geschlecht und Wohnort, sondern auch Fotos, auf denen ein Nutzer getaggt wurde, Seiten, Profile und Postings, bei denen man den „Like“-Button verwendet hat, sowie Kombinationen daraus. So können durch eine derartige Suche auch längst vergessene Peinlichkeiten wieder zum Vorschein kommen. Mit SimpleWash steht gegenwärtig eine Applikation zur Verfügung, die diese unerwünschten Inhalte findet und euer Profil säubert. Ob dies nur ein Versprechen ist oder tatsächlich eine Hilfe darstellt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt, aber ein Test schadet sicher nicht.

Schlüsselwörter suchen und finden

SimplewashDas Tool durchsucht das eigene Profil nach bestimmten „politisch inkorrekten“ Schlüsselwörtern und zeigt die Beiträge, in denen diese Begriffe vorkommen, in einer Liste an. Sofern gewünscht, werden die gefundenen Beiträge im Anschluss gelöscht oder mit restriktiveren Privatsphäre-Einstellungen versehen. Auch Fotos, die von anderen Nutzern mit dem eigenen Profilnamen getaggt und mit Kommentaren versehen wurden, können auf diesem Wege gefunden werden

SimpleWash bietet zwei Einstellungen: Zum einen ist es möglich, nach einem vorgefertigten Set von Wörtern zu suchen. Da dies außerhalb des englischsprachigen Raums wenig sinnvoll ist – und sicher nicht für jeden die selben Kriterien gelten, ab wann etwas als peinlich anzusehen ist – können zum anderen Suchbegriffe manuell definiert werden. Im Prinzip handelt es sich bei SimpleWash also um eine einfach zu bedienende Profilsuche, mit der beliebige Inhalte mit Hilfe von Schlüsselbegriffen aufgespürt werden. Die Applikation ist kostenlos und verlangt lediglich nach einem Zugang auf die eigenen Pinnwand-Kommentare.

Also liebe Leute, zu euerm eigenen Besten – testet es. Der eine oder andere wird erstaunt sein, was man so nichtsahnend schon alles gepostet hat!

Hier kommt wieder was zum Thema Facebook für Kinder, den ich auf Krone.at gefunden habe. Ich find die Idee super, muss ich sagen!

„Weil er von seinem Vater Facebook- Verbot erteilt bekommen hatte, hat ein elfjähriger Schüler in den USA eben mal sein eigenes soziales Netzwerk gegründet. Das auf Kinder zugeschnittene „Grom Social“ zählt inzwischen rund 7.000 Mitglieder. Wie viele andere Gleichaltrige wollte Zachary Marks aus Florida auch auf FB sein. Doch sein Vater war von der Idee wenig angetan. Ungeachtet dessen registrierte er sich dann eines Abends dennoch. Die Freude über das eigene Facebook- Profil währte allerdings nicht lange.

„Ich hatte es rund eine Woche und war süchtig danach. Ich verbrachte meine ganze Zeit vor dem Computer, um mit meinen Freunden zu chatten“, schreibt Zachary auf der Website  des Netzwerks. Doch dann hat er einen Fehler gemacht: „Einer meiner älteren Freunde fluchte öffentlich und postete etwa Unangemessenes. Ich fluchte zurück. Außerdem nahm ich Freundschaftsanfragen von Älteren an, die ich nicht kannte. Einen Tag später fand mein Dad es heraus. Er war richtig sauer. Ich musste mein Konto deaktivieren. Dann war ich richtig sauer.“

Von Facebook ausgesperrt, machte sich Zachary auf die Suche nach einem zu ihm und seinem Alter passenden Netzwerk. Vergeblich. „Die waren alle kindisch“, schildert der Elfjährige. Die Idee, ein eigenes soziales Netzwerk zu gründen, war geboren. Zusammen mit seinen fünf Geschwistern, Freunden und wohl nicht zuletzt der Mithilfe seines Vaters Darren, Gründer eines Telekom- Unternehmens und seit 2007 Chef eines Energydrink- Herstellers, rief Zachary „Grom Social“ ins Leben – eine Anlehnung an den Slang- Ausdruck „Grom“, der für junge Internetsurfer steht.

Das wichtigste: Die Sicherheit! Damit die Kids in dem Netzwerk auch gut aufgehoben sind, wurden diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Über 16- Jährige werden demnach automatisch als Erwachsene eingestuft und können erst nach Autorisierung durch die Eltern eines bereits existierenden Mitglieds aufgenommen werden.

>> Das ist doch echt eine gute Lösung! Fraglich, wann die von FB aufgekauft werden ;)

Die Eltern sind es auch, die bestimmen, mit welchen Mitgliedern die eigenen Kinder kommunizieren dürfen. Ein E- Mail- Report informiert sie regelmäßig über die Aktivitäten ihres Nachwuchses. Ein eingebauter Sprachfilter, der obszöne Ausdrücke blockiert, sowie spezielle Richtlinien, die Apps und Plug- ins das Sammeln personenbezogener Daten von unter 13- Jährigen verbieten, tragen überdies zu einem sicheren Umfeld bei.

Für die Auswahl der Inhalte, darunter unter anderem Spiele, Videos, Bastel- Anleitungen oder auch Tratsch- und- Klatsch- Nachrichten, zeichnen Zachary und seine Freunde zum Teil selbst verantwortlich – getreu dem Motto „A social networking site created by kids, for kids!“.

Gefunden auf http://www.krone.at/Digital/Facebook-Verbot_Elfjaehriger_gruendet_eigenes_Netzwerk-Von_Kids_fuer_Kids-Story-346270