Mit ‘Konsum’ getaggte Beiträge

Zu viel TV – und dann?

Veröffentlicht: 19. Juni 2013 in Dies und das, Kinder
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Im letzten Beitrag habe ich ja schon ausführlich über das Suchtpotenzial der heutigen Medien berichtet. Heute geht es um die Folgen, die neben sozialer Auffäligkeit noch zu erwarten sind. Zu viel TV bzw Medienkonsum kann dazu führen dass die Kreativität und Kommunikationsfähigkeit leidet und sie fördert eben auch Trägheit und erhöht damit die Gefahr des Übergewichts.

Bei einem durchschnittlichen Konsum von einer Stunde täglich werden sich die Kreativität und auch die Kommunikationsfähigkeit eines Kindes wohl kaum verschlechtern. Da brauchen wir uns eher weniger Sorgen machen. Wenn aber ein Kind nicht gebremst wird und jeden Tag drei oder mehr Stunden vor dem Fernsehgerät, PC oder der X-Box sitzt, sind derartige Veränderungen wahrscheinlich. Das kindliche Gehirn wird nur noch einseitig belastet: Die rechte Gehirnhälfte, die für die visuelle Aufnahme von Informationen zuständig ist, wird wesentlich intensiver genutzt als die linke Gehirnhälfte. Diese ist für die Sprache, die Fantasie und das abstrakte Denken wichtig.  Wenn dein Kind also ständig zockt, wird auch die Sprache eher auf das Notwendige reduziert. Diese Kinder können dann zum Beispiel nicht mehr wirklich zuhören und verlieren bei mündlichen Vorträgen schnell den „Faden“.

Diese Entwicklung geht mit der Weiterentwicklung der Medien einher. Früher schufen sich Kinder ihre eigene Fantasiewelten. Heute ist das nicht mehr notwendig, denn sie bekommen aus den Medien teilweise Fantasiewelten geliefert, die ihre eigene Vorstellung bei Weitem übertreffen. Dadurch werden schon in den ersten Lebensjahren die Voraussetzungen für mangelhafte kognitive Fähigkeiten gesetzt. Aber vielleicht ist das ja auch das Schicksal unserer digital Natives?
Die zweite genannte Entwicklung, die Gewichtszunahme bei Kindern und Jugendlichen, ist ein wachsendes Problem. Die Schuld dafür wird gern bei der Lebensmittelindustrie und dem dort herrschenden Wettbewerb und eben auch bei der Werbung gesucht. Aber es ist nicht nur die Werbung, die die Kids zum Futtern verleitet. es ist das Nichts-Tun, das einen großen Beitrag dazu leistet. Nach einer Studie des Robert Koch Instituts besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Dauer des Medienkonsums und dem Übergewicht. 20% der Kinder mit einem hohen Medienkonsum sind übergewichtig! Bei Kindern, deren Mediennutzung im mittleren Bereich liegt, beträgt diese Wahrscheinlichkeit nur noch 13,9 Prozent und bei denen, die sich kaum mit Medien beschäftigen, sogar nur noch 11,2 Prozent. Der Begriff der „Medien“ umfasst in diesem Fall den Fernseher, Videos, Spielkonsolen (ab elf Jahren) und Computer.

Übergewicht ist ein Problem, welches durch eine Vielzahl von Faktoren wie den folgenden determiniert wird:

  • unausgewogenen Ernährung,
  • mangelnden Bewegung,
  • Genetik (hier ist schon durch die Veranlagung der Grundstein für Übergewicht gelegt) und
  • die sogenannten sozioökonomischen Faktoren: Je niedriger der soziale Stand ist, desto höher ist der Anteil übergewichtiger Kinder.

Ein zu hohes Gewicht im Kindesalter kann natürlich auch krankheitsbedingt sein. Hier wird das Übergewicht zum Beispiel durch Schilddrüsenerkrankungen oder andere hormonelle Störungen verursacht. Das trifft aber nur auf 1 Prozent der Fälle zu! Im Normalfall wird das Übergewicht durch das Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr und –verbrauch verursacht.  Eine mangelnde körperliche Aktivität geht mit einem übermäßigen Konsum einher.

Im Schulalltag haben Kinder zusätzlich kaum Möglichkeiten, sich ausreichend zu bewegen. Zu Hause jedoch ist ihre Bewegung keineswegs eingeschränkt. Sie sind maximal während des Erledigens der Hausaufgaben zum Sitzen gezwungen! Wenn sich ein Kind dann für passive Freizeitbeschäftigungen wie eben das Spielen mit Konsolen, PC oder Fernsehen entscheidet, nimmt es wahrscheinlich zu. Hier sind wieder einmal die Eltern gefordert, denn sie müssen Bewegungsanreize für ihre Kinder schaffen. Meist ist es jedoch so, dass ein falsches Verhalten durch eine mangelhafte Vorbild- und Erziehungsfunktion der Eltern sogar unterstützt wird.

Es ist wahrscheinlich, dass dicke Kinder durch Spots eher zum essen animiert werden als normalgewichtige Kinder. Zudem sehen dünne Kinder den Spot auch seltener, weil sie öfter anderweitig beschäftigt sind. Die Ursache für die Fettleibigkeit Einiger liegt aber nicht in den Spots selbst, sondern in ihrem Lebensstil.  Zu dem Ergebnis kamen auch die Kieler Adipositas Präventionsstudie (Kiel Obesity Prevention Study, KOPS) und die Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Es ist also nicht die Lebensmittelindustrie, die generell Schuld am Übergewicht der Kinder ist!

Also liebe Eltern, schickt die Kiddies an die frische Luft, geht ins Freibad oder macht eine Rad Tour! Euer aller gesundheit wird es danken :)

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Die Flut der Medien ist kaum noch zu bewältigen – für Eltern wie für Kinder

Durch die weltweite, mediale Vernetzung von Millionen von Menschen ist eine echte, direkte Kommunikation mit anderen nicht mehr notwendig. Unsere Kids können der realen Welt mit ihren lebendigen Beziehungen ganz einfach entfliehen und müssen sich darin gar nicht mehr zwingend zurechtfinden. Es herrschen beste Voraussetzungen, um in die virtuelle Welt einzutauchen und dort eben auch einen Großteil seiner Zeit, also des noch jungen Lebens zu verbringen. Kinder vereinsamen und isolieren sich von der Außenwelt, teilweise sogar ganz bewusst, sei es aufgrund von Problemen wie Übergewicht oder einfach, weil zocken „in“ ist. In der virtuellen Welt sind sie ohne Gesicht und ohne das direkte Gegenüber ganz einfach ungehemmter. Und das macht Spaß!

Das wohl größte Suchtpotenzial bilden Konsolen-, Internet- und Computerspiele wie zum Beispiel „World of Warcraft“ (WoW). Dieses Spiel wird im Fernsehen von Testimonials wie den Fantastischen Vier oder Mr. T als „cool“ beworben (gut, die Spots sind schon etwas her). Gleichzeitig hat dieses Spiel einen zweifelhaften Ruf, der ihm weltweit große Aufmerksamkeit zuteil werden lässt: Es ist nicht nur zeit- und geldaufwändig, sondern es macht süchtig. Über kaum ein Spiel wird mehr diskutiert, auch wenn es sich hierbei nicht einmal um eins der sogenannten  Killerspiele handelt. Jeder WoW-Spot zeigt die eben genannten Stars und ihre virtuellen Ichs beim Spiel. Am Ende eines jeden Spots wird die Frage gestellt: „Was spielst du?“ Ein Kind, das hierfür empfänglich ist, soll sich fragen: Ja, was spiele ich denn eigentlich?? Aber auch Online-Portale wie Facebook werden von Schulkindern gern genutzt, um eben auch nachmittags in Kontakt mit den Klassenkameraden und Freunden zu bleiben. Leider können Eltern hier oft nicht mit reden, weil sie kaum oder gar keine Medienkompetenz besitzen :(

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage: Welche Kinder sind besonders gefährdet und warum? Die Medienbindung ist bei vielen Kindern ausgeprägt. Sie sehen (fast) alle gern fern und sie spielen genau so gern mit Computern und Konsolen oder surfen im Netz, aber nicht jedes davon entwickelt sich zu einem Süchtigen. Sind es vielleicht die Eltern oder die heutige Gesellschaft, die ihre Kinder zu sehr vor Problemen und Fehlern schützen will?Liegt es an der alögegenwärtigkeit der Technik?

Es gibt Kids, bei denen ganz klar auffällt, dass sie prädestiniert zum übermäßigen Medienkonsum sind. Wenn hier zusätzlich keine Grenzen gesetzt werden, verschlimmert sich die anfängliche Auffälligkeit durch die sich „gegenseitig verstärkende Erlebens- und Verhaltensschleife“:  Durch ihr suchtgeprägtes, bereits auffälliges Verhalten sind sie anderen Kindern gegenüber gereizt und aggressiv. Verhalten die anderen sich nicht so, wie das auffällige Kind es sich wünscht nicht, wird geschrien und gehauen. Dadurch gehen bestehende Beziehungen zu Klassenkameraden in die Brüche und die einzige Beschäftigung, die noch bleibt, ist der Medienkonsum.

Nach Schulte-Markwort betrifft das vor allem Kinder, die zum Beispiel auffällig verwahrlost, unsicher oder auch kontaktscheu sind….Hä? Eine derartige Generalisierung ist gerade bei der Prävention absolut nicht hilfreich. Die Medien-Initiative „Schau hin! Was Dein Kind mit Medien macht“ hat diesbezüglich die „10 goldenen Regeln für Eltern“ entwickelt. Mit Hilfe dieser Regeln können Eltern aktiv Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder nehmen und so verhindern, dass aus dem Suchtpotenzial ein Suchtverhalten entsteht. Einige dieser recht hilfreichen Regeln sind:

  • Vereinbart mit eurem Kind klare Regeln und Zeiten zur Computernutzung. Achtet bitte auch auf die Einhaltung dieser Abmachung (!!!!)
  • Beobachtet, mit wem, wo und wie oft Ihr Kind Computerspiele nutzt!
  • Nutzt den Computer nicht als Belohnungs- oder Bestrafungsmittel und missbraucht ihn v.a. nicht als Babysitter!

Es wird deutlich, worin die Probleme liegen und wie leicht Eltern Fehler machen können. Die Folgen ihres Handelns sind oft weitreichend und nur unter großen Anstrengungen zu korrigieren. Computersüchtige Kinder sind nur schwer in der Lage, normal außerhalb des Computerspiels zu leben und zu denken. Wie auch bei jeder anderen Sucht fallen die schulischen Leistungen ab und Auseinandersetzungen mit anderen Kindern können nur noch durch aggressives Verhalten bewältigt werden. Pubertierende Kinder gehen wichtigen Entwicklungsaufgaben aus dem Weg und sind bei dem späteren Übergang in das erwachsene Leben überfordert.

Das große Problem hierbei ist, dass man Computersüchtige nicht unbedingt erkennt. Drogenabhängige fallen dadurch auf, dass sie herumtorkeln, stehlen und „asozial durchhängen“. Diese Art der psychischen Abhängigkeit ist empirisch umfassend belegt und erforscht. Zur Ermittlung der Dunkelziffer der computersüchtigen Kinder sind jedoch aufwändige Erhebungen notwendig. Solange aber die Aufmerksamkeit und das Interesse dafür bei den Eltern, der Regierung und den Schulen fehlt, wird die Anzahl der Mediensüchtigen Kinder auch nicht zurückgehen.

Daher möchte ich allen Eltern den Titel der eben erwähnten Initiative noch einmal ans Herz legen: SCHAU HIN, WAS DEIN KIND MACHT!

Eure Jane

Kinder und Mediennutzung

Veröffentlicht: 28. Mai 2013 in Dies und das, Kinder
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Sollten Kinder fernsehen, bis „der Arzt kommt“?

Zunächst einmal sei gesagt, dass die Nutzung von Medien grundlegend durch das Nettoeinkommen im Haushalt bestimmt wird. Wer weniger Geld hat, kann seinem Kind nun mal nicht die Playstation Portable + IPad kaufen (das wäre auch nicht gerade im Sinne eines Kindes, das Beispiel dient hier lediglich der Veranschaulichung). Natürlich ist es heutzutage so, dass fast alle Haushalte (> 90 %) mit einem Fernsehgerät, Handy, Festnetz-Telefon, Radio und CD/MP3-Player ausgestattet sind. Jedes zweite Kind hierzulande hat ein Handy und mehr als ein drittel besitzt einen eigenem MP3-Player.

Die Nutzung der einzelnen Medien hängt aber von mehreren Faktoren ab. Einen Faktor bildet das Medium selbst. Hier geht es darum, ob es sich zum Beispiel um das Fernsehen oder eine Zeitschrift handelt. Ein anderer Faktor ist die Jahreszeit. An einem Wintertag sehen Kinder ganz klar mehr fern als im Sommer. Auch der Wochentag ist ein Faktor, denn Sonntags ist die Computernutzung nicht nur bei Kindern mehr als doppelt so hoch wie an den Werktagen. Das dürfte jeder, der sich am Wochenende im Netz aufgehalten hat, schon einmal gespürt haben :)

Medien wie Radio oder Bücher haben einen relativ geringen Stellenwert bei Kindern. Der Kindle könnte da abhilfe schaffen, aber Lesen ist nun mal relativ unpopulär bei den Kids. Es gibt nur einige wenige Kinderbücher, wie Harry Potter, die gern von Kindern gelesen werden und auch einen entsprechenden Stellenwert beitzen. Bei der Nutzung von Computern und Computerspielen und auch beim Fernsehen sieht es anders aus. Letztendlich ist aber das Fernsehen das Medium, dass Kinder am liebsten nutzen. Der Fernseher ist einfach zu bedienen und rödelt fröhlich stundenlang vor sich hin. Wenn man sich nicht betätigen will, bietet fernsehen die beste Alternative.

Wenn es um die Folgen des übermäßigen Fernsehens geht, stellen sich Eltern die immer gleichen Fragen: Wie viel fernsehen und speziell Werbung kann mein Kind verstehen und verarbeiten? Wie nimmt es Werbung überhaupt wahr und erkennt es vielleicht sogar Manipulationsversuche? Viele Eltern würden ihre Kinder wahrscheinlich nicht der Werbung aussetzen wollen….Um das zu ermöglichen, müssten sie aber entweder ausschließlich mit ihren Kindern zusammen fernsehen oder das Fernsehen ganz aus dem Alltag entfernen!

Inwieweit das Erstere durchsetzbar ist, weiß jeder selbst. Die sinnvolle Selektion des Programms auf kinderfreundliche und pädagogisch wertvolle Angebote ist eine mühselige und zeitaufwendige Angelegenheit. Daher wählen einige Eltern die Methode des totalen Ausschlusses. Das Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) stellt diesbezüglich klar, dass der pädagogische Ansatz der „Vermittlung von Medienkompetenz“ der bessere Weg für die jungen Konsumenten ist. Kinder sollten sich demnach aktiv mit der Werbung auseinander setzen, denn nur so lernen sie frühzeitig den kompetenten Umgang damit. Auch das Jugendamt ist der Meinung, dass dieser Ausschluss einem Kind mehr schadet als Nutzen bringt. Kommen wir mal zu den Folgen, die so ein Ausschluss mit sich bringt:

  • das Kind hat keine Möglichkeit, um den Umgang mit Gerät und Programm zu erlernen,
  • es kommt zu Aggressionen gegen die Eltern, weil „die verbieten, was sie selbst gerne tun“,
  • es wird von seinem sozialen Umfeld isoliert,
  • es wird unkontrolliert bei anderen ferngesehen.

Deshalb sollten Eltern ihren Kindern stets einen altersgerechten Mix aus medialen und nichtmedialen Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.  Das mag in der Umsetzung anstrengend sein, aber das eine oder andere Extrem ist sicherlich beides gleich schlecht für die geistige Entwicklung unserer Kinder. Weitere Infos und Literatur dazu findet ihr überigens unter Ratgeber.

In diesem Sinne,
Eure Jane

pinkstinks_logoPinkstinks – so lautet der Name einer Kampagne, mit der auf Werbung aufmerksam gemacht werden soll, die Mädchen in limitierende Geschlechterrollen drückt. Pink stinkt! Mit dieser Botschaft wird gegen Sexismus in der Außenwerbung gekämpft, denn Kinder und Jugendliche werden heutzutage massiv von der Werbewirtschaft und TV-Shows unter Druck gesetzt. Hinzu kommt diese merkwürdige Erscheinung, dass es scheinbar alle witzig finden, wenn Frauen in Spots als dumm dargestellt oder nur auf ihr äußeres reduziert werden. Hierzu gibt es einen sehenswerten Clip auf der Pinkstinks.de Startseite:


Sendungen wie Germanys Next Topmodel verstärken den Tenor des ganzen unglaublich, sodass Mädchen heute vielfach Models werden wollen. Sie sind geblendet von der massiven, aber nur kurz andauernden Aufmerksamkeit, die den Mädchen in GNTM zukommt. Wer die Sendung nur etwas hinterfragt, stößt jedoch schnell auf Kritik. „Sie laufen wieder – ins Leere“ ist der Titel des Stern-Beitrags zum Start der aktuellen Staffel. Dort heißt es unter anderem, dass von den Kandidatinnen in dieser Staffel keine ein Topmodel wird. Die neue Aufmachung sollte wohl eigentlich persönlicher werden, Heidi ist nun wieder ständig mit den Mädels unterwegs und nicht via Bildschirm vom anderen Ende der Welt zugeschaltet. Auch die Massencastings zu Beginn einer jeden Staffel fielen komplett weg. Trotzdem bleibt die Sendung das, was sie vorher auch schon war: Eine Bereicherung für die Macher, die Designer und Fotografen, die dort auftreten. Sicher haben die Mädchen eine schöne Zeit, Geld sehen sie aber kaum. Und interessieren tut sich auch niemand wirklich für die sie, wenn erst einmal alles vorbei ist.

Traurige Folge des Ideals, das hier vertmittelt wird: Das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit der Mädchen nimmt rapide ab. Viele finden sich heute zu dick, hässlich und sind einfach unzufrieden. Der Aufklärungsbedarf, der hier besteht, ist kaum zu bewältigen. Carolin Kebekus ist eine, die es wenigstens versucht. Sie nutzt ihren Status, um mit Sätzen wie „Heidi Klum sagt im Fernsehen, wir wären zu fett, doch Männer lieben Weiber mit’nem Arsch im Bett“ [aus ihrem Album Ghetto-Kabarett – sehr zu empfehlen!] aufzurütteln.

Zurück zu Pinkstinks: Auf der Website http://pinkstinks.de/ könnt ihr euch über die Kampagne informieren, die Petition „Gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung: Kinderschutz jetzt!“ unterzeichnen uvm. Und für alle, die sich am 01. September in und um Berlin aufhalten, empfehle ich die von Pinkstinks organisierte Demo!!

Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

Das HB – Männchen – Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

Das mit dem bloggen ist schon so eine Sache…man kann hier leider keine Seiten mit Schlagwörtern verknüpfen, was ich ziemlich doof finde. Man muss eine Seite machen und dann einen entsprechenden Artikel schreiben, in dem die Seite erwähnt wird. Sonst kriegt das leider kein Mensch mit. Ich habe nun also die Seite mit den Spots um ein paar Clips zum Thema Zigarettenwerbung erweitert, die ich sehenswert finde. Schaut einfach rein unter https://kinderundwerbung.wordpress.com/zigarettenwerbung/ und lacht darüber, wie grotesk damals geworben wurde und wie, aus heutiger Sicht zumindest, abhängig die dargestellten Figuren waren.

Viel Spaß, eure Jane

Veröffentlicht: 3. Januar 2013 in Dies und das
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Die Kategorisierung ist einfach nur zum kaputt-lachen ;)

Hier mal ein Auszug aus einer der führenden deutschen Marketinglexika zur Definition: Marketing ist nach Kotler und Bliemel „ein Prozess im Wirtschafts- und Sozialgefüge, durch den Einzelpersonen und Gruppen ihre Bedürfnisse und Wünsche befriedigen, indem sie Produkte und andere Dinge von Wert erstellen, anbieten und miteinander austauschen.“ [1]

Wenn man jetzt versucht, diese Definition auf Kinder anzuwenden, fällt schnell auf, dass Kinder eher selten in der Lage sind etwas zu erstellen oder anzubieten. Marketing heißt aber auch, dass Personen auf Märkten tätig sind und so dafür sorgen, dass durch Tauschvorgänge die Zufriedenheit aller Tauschpartner steigt. Beim Kindermarketing sind diese Tauschvorgänge so ausgestaltet, dass einer der Tauschpartner ein Unternehmen/ Anbieter ist und der andere Tauschpartner ein Kind/ dessen Erziehungsberechtigter.

Die Marketinginstrumente werden so eingesetzt, dass die lieben Kleinen speziell angesprochen werden und so bestimmte Wünsche und Bedürfnisse geweckt oder bestärkt werden sollen. Hierzu gehört der Einsatz der klassischen Bereiche (die gerne auf -politik enden): Produkt- und Programm-, Preis- und Kondition-, Kommunikations- und schließlich die Distributionspolitik. [2] Heute kommen noch die Möglichkeiten des Onlinemarketings dazu. Dem werde ich mich aber erst widmen, wenn ich das bereits zusammen getragene aufbereitet und online gestellt habe.

Das Interesse an Kindern als Konsumenten begann in den 60’er Jahren in den USA. Damals waren es nur einige wenige wie zum Beispiel James McNeal, die das Potenzial der kleinen Konsumenten sahen. Sie begannen damit, Kinder als eine eigenständige Zielgruppe zu identifizieren und deren Wünsche wahr zu nehmen. Zu dieser Zeit waren die wirtschaftlichen Folgen des 2. Weltkrieges weitgehend beseitigt und Eltern konnten sich auch wieder der Erfüllung dieser Wünsche widmen. Seitdem haben die Kaufkraft und das Konsumpotenzial der Kinder stetig zugenommen.

entnommen aus der KidsVerbraucherAnalyse 2008

entnommen aus der KidsVerbraucherAnalyse 2008

Heute stehen Kindern in Deutschland monatlich etwa 23 € zu ihrer freien Verfügung, wobei den 6- bis 9-Jährigen ungefähr 14 € zur Verfügung stehen und den 10- bis 13-Jährigen im Schnitt 32,5 €. Das hat sich seit 2010 auch nicht großartig geändert. Nur das Sparguthaben ist gestiegen.

Literatur hierzu findest du unter den folgenden Quellen:

  1. Kotler, Bliemel (2001), S. 12 und auch S. 24.
  2. Poth, Poth und Pradel (2008), S. 253.
  3. Zur Entwicklung siehe McNeal (1999), S. 13 und S. 17.