Archiv für die Kategorie ‘Soziale Netzwerke’

Ein schönen ersten Mai erstmal! Ich hoffe, ihr habt den Tag alle genießen können :)

Ich bin gerade zufällig über einen weiteren Beitrag zum Thema Medienkompetenz gestoßen. Wieder im Zusammenhabng mit der Social Media Week, wo ich schon einmal im Beitrag Kinder. Social Media. Verantwortung berichtet habe. Hier geht es jetzt aber um das Panel “Netzgemüse”, wo ebenfalls über Themen wie die Internetnutzung von Kindern gesprochen wurde.

Lange Rede kurzer Sinn ;) Hier geht es zum Beitrag von pusteblumemedia.

Bis bald,
Eure Jane

Social media kindHier in Kinder und Werbung habe ich schon eine Reihe an Beiträgen über Facebook, Pinterest und Co gebracht. Die gehören klassischerweise ja nicht in den Werbe- sondern eher in den Marketingbereich, speziell Social Media Bereich. Gut, der eine oder andere wird sich bei dem Satz fragen, wo da der Unterschied liegt. Das ist auch eher nebensächlich, diese Art von Beiträgen wird es hier sicher auch weiter geben…

So kam jedenfalls irgendwan eines zum anderen und ich wurde gefragt, ob ich für das Social Media Kind nicht auch schreiben mag. Also habe ich dort neulich mal einen Beitrag zum Thema Medienkompetenz und digital Natives gebracht.

Heute früh gabs dann einen Beitrag von mir zu SchülerVZ, das am 30.04. seine Pforten für immer schließen wird. Wer sich also dafür interessiert, dem möchte ich ans Herz legen, mal beim Social Media Kind vorbeizuschauen!

Die Pixi Bücher kennt man ja. Sie haben vielen Kindern und auch so manchem Elternteil schon bei der Beantwortung der einen oder anderen Frage geholfen. Sie enthalten Infos zu Themen, die für Kinder relevant sind und vermitteln diese in einer kindgerechten Aufmachung und Sprache. So wird zum Beispiel erklärt, wie man mit Haustieren umgeht („Der süßeste Hund von allen“), was zu tun it, wenn man Angst vor Wasser hat („Ist Vincent wasserscheu?“) oder was man macht, wenn einen ein Fremder anspricht oder gar fotografiert („Lena sagt Nein!“). Worauf ich heute aufmerksam machen möchte, ist „Sicher durchs Internet mit Ben und Lena“. Ein sehr schön geschriebenes kleines Heft, das ich auf der Social Media Week beim Vortrag Kinder. Social Media. Verantwortung mitnehmen konnte.

Ich habe heute erst wirklich die Ruhe gehabt, um mir das Büchlein durch zu lesen und den Beitrag zu schreiben. Nur das Lesen hat ungefähr eine Viertelstunde gedauert. Länger nicht! Mein Tip vorweg ist daher: Wenn du dieses Heft irgendwo siehst, nimm es mit! Diese 15 Minuten sollte jeder investieren, der sich um seinen Nachwuchs sorgt. Jedes Kind ist irgendwann soweit, die ersten Schritte im World Wide Web zu unternehmen. Die Medienkompetenz unserer Kinder liegt in unseren Händen und Wissen ist in diesem Bereich enrom wichtig! Die Klicksafe Werbung „Schützen Sie Ihre Kinder im Internet“ ist da sehr treffend…


Zurück zu Pixi:

Zunächst einmal wird hier erklärt, was wahre und falsche Freunde sind und was das Internet überhaupt ist. Es gibt zum Beispiel Geheimnisse, die man bewahrt und andere, die Kinder lieber doch mit den Eltern oder einem anderen, der helfen kann, teilen sollen. Auch ist die Bezeichnung „Freunde“ keine treffende Bezeichnung. Es gibt Profile, wo User teils bis zu 700 „Freunde“ und mehr haben. Erwachsene wissen, dass es sich eher um eine Sammlung von Kontakten handelt und dass nur ein winzig kleiner Prozentsatz zu echten Freunden zählt. Kinder haben hier nicht so genaue Vorstellungen von den Dingen und sie sind leichter zu beeinflussen. Sie sind einfach viel naiver und dafür lieben wir sie ja auch. Aber: Schutz ist wichtig!

„Wenn du nicht weißt, was los ist, halt Abstand, auch im Internet!“  (S. 23)

Wenn du einen Vorgeschmack auf das Heftchen haben willst oder es keines mehr gab, weil die sehr beliebt sind,  habe ich die Tips aus dem Pixi-Buch zusammengefasst. Vor der Nutzung des Internets gilt jedoch die Regel: Sei bei der Einrichtung von eigenem Benutzer, dem Browser und Profilen im Netz dabei, überpfüfe die Sicherheitseinstellungen und stelle die maximale Sicherheit für dein Kind ein!

Du musst (ich habe hier bewusst musst gewählt!) einem Kind erklären oder zeigen,

  • Wie es einen Bildschirm ausschalten kann! Nur dann kann es bei aus Versehen angeklickten Obszönitäten etc. schnell reagieren.
  • Dass bei klassischen Chats jeder sehen kann, was es schreibt! Soll es privat sein, muss ein Instant Messenger wie Skype oder ICQ genutzt werden.
  • Dass es keine Anhänge von Fremden Absendern öffnen darf! Diese können nicht nur Viren sondern eben auch Obszönitäten enthalten. (Hier empfiehlt es sich, dieses Wort mit „Dinge, die du nicht sehen möchtest“ oder „Inhalte, die dich erschrecken“ als Umschreibung zu verwenden.)
  • Wie eine Web-Cam funktioniert und dass es möglich ist, Video-Chats aufzunehmen und auch, dass man solche Videos ins Netz stellen kann!
  • Dass es Fake Profile gibt und man sich im Internet ganz leicht verstellen kann. Man sieht seinen „Freund“ nicht unbedingt und kann so weder Alter, Geschlecht oder Körpersprache zur Beurteilung über Vertrauenswürdigkeit und Sympathie heranziehen
  • Dass es stets einen Nickname, also einen Spitznamen, nutzen soll!
  • Was private Angaben sind! Der Begriff „Privat“ erschließt sich Kindern nicht. Sie müssen wissen, dass man sie nur bei Menschen macht, denen man vertrauen kann. Dein Kind (und du auch) muss darauf achten, was es in seinem oder ihrem Profil über sich verrät.
  • Dass es sich nie mit einem neuen „Freund“ verabreden und treffen soll, ohne dich vorher zu informieren!
  • Dass es andere Fragen um Erlaubnis bitten muss, bevor Fotos veröffentlicht werden, auf denen diese zu sehen sind!
  • Dass Fotos nicht wieder entfernt werden können, wenn andere sie kopiert und weitergeleitet haben! Fotos im Internet sind wie eine Tätowierung, die nicht mehr zu entfernen ist.
  • Dass es mit dir spricht, wenn es zu etwas aufgefordert wird, wobei es sich schlecht fühlt oder das es nicht tun möchte!

„Sag laut und deutlich nein, verlasse dich auf dein Gefühl und vertraue auf deinen Mut!“ (S. 25)

Die weiterführenden Links aus dem Heft habe ich auch noch einmal aufgelistet:

Unter dem Strich ist dieses Pixi Buch so vollgepackt mit hilfreichen und nützlichen Informationen. Kein Wunder also, dass man da schwer ran kommt!

Techniker Krankenkasse #smwhhKinder. Social Media. Verantwortung. Kinder und Jugendliche im Social Web.

Ich war die ganze letzte Woche auf der Social Media Week in Hamburg unterwegs. War lustig und unterhaltsam, wenn auch etwas stressig. Das Beste kam zum Schluss, nämlich der Vortrag der Techniker Krankenkasse – Kinder. Social Media. Verantwortung. Klingt erstmal überhaupt nicht spannend oder? Dachte ich auch erst, wurde aber eines Besseren belehrt. Dort waren insgesamt 7 Redner geladen, nicht schlecht Herr Specht! Gestreamt wurde hier übrigens auch wieder, wer es also noch einmal komplett sehen will, der klickt hier.

Habt ihr schon einmal vom Social Media Burnout gehört? Es heißt, dass die Informationsflut von heute eine Form von Stress erzeugt oder erzeugen kann, die Burnout-ähnliche Symptome auslösen soll. Kann ich mir teils irgendwie gar nicht vorstellen und teils sehr gut. Manchmal hat man ganz schön damit zu tun, alles zu behalten, was man sich unbedingt noch ansehen wollte. Und dann ist es vergessen, weil man, sobald man FB aufmacht, eh vergessen hat, worum es gerade noch gerade. Ganz übel wird es, wenn man auch noch die FB-Startseite hat…( das war ein kurzes, schnell für sinnfrei befundenes Experiment) Zurück zum Vortrag: Heute gibt es ein „digitalen generation gap“. Das heißt übersetzt, es gibt einen digitalen Graben zwischen den Generationen. Auf der einen Seite stehen die Kids von heute, die digital natives (digitale Ureinwohner) und auf der anderen Seite des Grabens befinden sich die Traditionalisten. Die Eltern können vielfach nicht nachvollziehen, was die Kinder an der übermäßigen Mediennutzung so toll finden und die Kinder wiederum können sich absolut nicht vorstellen, auf Medien zu verzichten.

Katrin Viertel, Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Medienwirkungsforschung, hat sozusagen den Hauptvortrag gehalten. Sie ist Medienpädagogin und arbeitet als Eltern-Medien-Lotse. Dabei handelt es sich um ein Projekt von TIDE, gefördert von der Medienanstalt Hamburg und Schleswig-Holstein. Laut Frau Viertel ist es grundsätzlich erst einmal so, dass es eine auf dem Alter der Kinder basierenden Unterschied in der Mediennutzung gibt:

  • 6 – 11 jährige Kinder nutzen Medien überwiegend zum Spielen und Fernsehen.
  • 12 – 19 jährige nutzen soziale Netzwerke, Video- und Shoppingportale, sprich sie nutzen Facebook, Youtoube und Ebay. Links oder rechts davon gibt es eigentlich nichts nennenswertes.

Weiterhin gibt es verschiedene Aspekte in der Verantwortung:

  1. Anwendungskompetenz: Was kann ein Gerät? Was sind zum Beispiel Rückruf-Fallen, Urheberrechtsverletzungen und was bedeutet kostenlos wirklich (v.a. bezogen auf Online Games)?
  2. Beurteilungskompetenz: Wie vertrauenswürdig sind bestimmte Quellen im Internet (Wikipedia vs. Brockhaus)?
  3. Soziale Kompetenz: Worauf muss man Rücksicht nehmen (Stichwort cyber Mobbing)? Muss man immer online sein (Stichwort Suchtverhalten)? Hier geht es vor allem um (selektive) Wahrnehmung, Reflektion des Verhaltens und Interpretation unvollständiger Infos, hervorgerufen durch zb. nicht-zu-Ende-lesen.
  4. Anwendungssicherheit: Was kann man mit Daten machen und wie kann man Datenmissbrauch vorbeugen?

Eltern fragen sich häufig, wie lange man, beispielsweise pro Tag, die Mediennutzung erlauben sollte. Sie möchten eine Regel, ja gar ein Patent, das ihnen ohne Probleme und weiteres nachdenken ermöglicht, gute Eltern zu sein. So etwas gibt es jedoch nicht, das muss man sich klar machen. Jedes Kind ist anders.  Solange Kinder keine Verhaltensauffälligkeiten bzw. Suchtverhalten zeigen, dürfte auch alles im Rahmen sein. Jedem ist aber durchaus klar, dass ein 3-jähriger überfordert ist, wenn er 3 Stunden oder mehr vor dem Fernseher verbringt. Dazu reicht etwas gesunder Menschenverstand aus. Bei den größeren Kids oder besser gesagt Jugendlichen muss man sich auch Gedanken darüber machen, welche Motive hinter der Dauernutzung des zB. Smartphones stehen. Sie wollen kommunizieren, an Dingen teilhaben und sie wollen sich darstellen, jemand sein, cool sein! Wirklich gefährlich wird das dadurch, dass Kinder und auch Jugendliche nicht ausreichend darüber nachdenken, was passieren könnte. Unser Alltag ist im Vergleich dazu bestimmt durch Vorahnungen und Sorgen. Unbeschwert sind wir schon lange nicht mehr gewesen, diese Eigenschaft geben wir an unsere Kinder ab, in dem Moment wo sie das Licht der Welt erblicken. Das ist auch gut so. Es verpflichtet uns als Eltern aber auch in gewisser Weise zur Auseinandersetzung mit den einzelnen Medien. Hierbei sind aber nicht nur die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung gemeint, die die schädlichen Einflüsse von Facebook auf die Zufriedenheit des Einzelnen genauer untersuchen ;)

Wie kann nun also die Kompetenz der Eltern wachsen? Eltern brauchen Sicherheit und den richtigen Ansprechpartner. Kinder brauchen Ansprechpartner innerhalb des Elternhauses. Für eine erfolgreiches Wachsen der anfangs aufgezählten Kompetenzen müssen hier alle Akteure zusammen arbeiten, also Eltern, Pädagogen, Anbieter und die Gesellschaft.

Das Mediennetz Hamburg bietet hier eine ganze Reihe von Reportagen zu den verschiedensten Themen, angefangen von Mögliche Risiken im Chatroom und Chatsprache über Schwerpunkt Jugendmedienschutz bis hin zu iPod und Plattenspieler – Schallplatten und Kassetten digitalisieren gibt es dort alles. Zusätzlich gibt es hier die Broschüre selbst & bewusstTipps für den persönlichen Datenschutz bei Facebook vom Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Falls ihr noch Fragen habt oder weitere Infos benötigt, könnt ihr mich gern unter kinderundwerbung@office-dateien.de kontaktieren.

Eure Jane

Facebook Graph Search – aufgepasst

Veröffentlicht: 14. Februar 2013 in Soziale Netzwerke
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Ihr habt vielleicht noch nicht davon gehört, aber Facebook wird seine Suchfunktionen „verbessern“. Graph Search heißt der neueste Einfall von Mr. Zuckerberg.

Paul_BieberHierzu habe ich einen sehr interessanten Beitrag von Paul Bieber erhalten, der euch über die wichtigsten Neuerungen informiert und ich kann nur jedem raten, sein Profil auf mögliche Graph Search Likes zu checken. Paul ist Referent und Social Media Manager bei Columbus Interactive in Ravensburg. Zu seinen Kunden gehören u.a. die doubleSlash Net-Business GmbH und site-tracker.com.

Schütze dein Facebook-Profil vor Facebook Graph Search!

Soziale Netzwerke wie Facebook sind ein zweischneidiges Schwert: Sie ermöglichen einerseits neue Formen der Kommunikation mit Bekannten und Unbekannten, andererseits können sie bei unvorsichtiger Nutzung ein Problem für den Schutz von privaten Daten darstellen. Je besser die Suche und Navigation innerhalb von Facebook wird, umso schneller kann dabei die Privatsphäre in Gefahr sein. Zu Beginn von Facebook verschwanden Peinlichkeiten und Dummheiten sehr schnell von der Pinnwand und somit aus dem Blickfeld. Die Einführung der Chronik im Jahr 2011 ermöglichte es, schnell zu alten Beiträgen zu navigieren. Sämtliche Beiträge wurden somit archiviert und bleiben auf unbestimmte Zeit sichtbar.

Die neue Facebook-Suchfunktion „Graph Search“ ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf dem Weg gläserne Profile, die für jeden Nutzer des sozialen Netzwerks sichtbar sind, zu erstellen. Graph Search ist die interne semantische Suchmaschine, welche eine gezielte themen- und personenspezifische Suche ermöglicht. Sämtliche Daten, die Nutzer seit ihrem Start bei Facebook in ihren Profilen eingegeben haben, werden für die Suche herangezogen. Dazu gehören nicht nur die Basis-Angaben wie Geschlecht und Wohnort, sondern auch Fotos, auf denen ein Nutzer getaggt wurde, Seiten, Profile und Postings, bei denen man den „Like“-Button verwendet hat, sowie Kombinationen daraus. So können durch eine derartige Suche auch längst vergessene Peinlichkeiten wieder zum Vorschein kommen. Mit SimpleWash steht gegenwärtig eine Applikation zur Verfügung, die diese unerwünschten Inhalte findet und euer Profil säubert. Ob dies nur ein Versprechen ist oder tatsächlich eine Hilfe darstellt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt, aber ein Test schadet sicher nicht.

Schlüsselwörter suchen und finden

SimplewashDas Tool durchsucht das eigene Profil nach bestimmten „politisch inkorrekten“ Schlüsselwörtern und zeigt die Beiträge, in denen diese Begriffe vorkommen, in einer Liste an. Sofern gewünscht, werden die gefundenen Beiträge im Anschluss gelöscht oder mit restriktiveren Privatsphäre-Einstellungen versehen. Auch Fotos, die von anderen Nutzern mit dem eigenen Profilnamen getaggt und mit Kommentaren versehen wurden, können auf diesem Wege gefunden werden

SimpleWash bietet zwei Einstellungen: Zum einen ist es möglich, nach einem vorgefertigten Set von Wörtern zu suchen. Da dies außerhalb des englischsprachigen Raums wenig sinnvoll ist – und sicher nicht für jeden die selben Kriterien gelten, ab wann etwas als peinlich anzusehen ist – können zum anderen Suchbegriffe manuell definiert werden. Im Prinzip handelt es sich bei SimpleWash also um eine einfach zu bedienende Profilsuche, mit der beliebige Inhalte mit Hilfe von Schlüsselbegriffen aufgespürt werden. Die Applikation ist kostenlos und verlangt lediglich nach einem Zugang auf die eigenen Pinnwand-Kommentare.

Also liebe Leute, zu euerm eigenen Besten – testet es. Der eine oder andere wird erstaunt sein, was man so nichtsahnend schon alles gepostet hat!

Hier kommt wieder was zum Thema Facebook für Kinder, den ich auf Krone.at gefunden habe. Ich find die Idee super, muss ich sagen!

„Weil er von seinem Vater Facebook- Verbot erteilt bekommen hatte, hat ein elfjähriger Schüler in den USA eben mal sein eigenes soziales Netzwerk gegründet. Das auf Kinder zugeschnittene „Grom Social“ zählt inzwischen rund 7.000 Mitglieder. Wie viele andere Gleichaltrige wollte Zachary Marks aus Florida auch auf FB sein. Doch sein Vater war von der Idee wenig angetan. Ungeachtet dessen registrierte er sich dann eines Abends dennoch. Die Freude über das eigene Facebook- Profil währte allerdings nicht lange.

„Ich hatte es rund eine Woche und war süchtig danach. Ich verbrachte meine ganze Zeit vor dem Computer, um mit meinen Freunden zu chatten“, schreibt Zachary auf der Website  des Netzwerks. Doch dann hat er einen Fehler gemacht: „Einer meiner älteren Freunde fluchte öffentlich und postete etwa Unangemessenes. Ich fluchte zurück. Außerdem nahm ich Freundschaftsanfragen von Älteren an, die ich nicht kannte. Einen Tag später fand mein Dad es heraus. Er war richtig sauer. Ich musste mein Konto deaktivieren. Dann war ich richtig sauer.“

Von Facebook ausgesperrt, machte sich Zachary auf die Suche nach einem zu ihm und seinem Alter passenden Netzwerk. Vergeblich. „Die waren alle kindisch“, schildert der Elfjährige. Die Idee, ein eigenes soziales Netzwerk zu gründen, war geboren. Zusammen mit seinen fünf Geschwistern, Freunden und wohl nicht zuletzt der Mithilfe seines Vaters Darren, Gründer eines Telekom- Unternehmens und seit 2007 Chef eines Energydrink- Herstellers, rief Zachary „Grom Social“ ins Leben – eine Anlehnung an den Slang- Ausdruck „Grom“, der für junge Internetsurfer steht.

Das wichtigste: Die Sicherheit! Damit die Kids in dem Netzwerk auch gut aufgehoben sind, wurden diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Über 16- Jährige werden demnach automatisch als Erwachsene eingestuft und können erst nach Autorisierung durch die Eltern eines bereits existierenden Mitglieds aufgenommen werden.

>> Das ist doch echt eine gute Lösung! Fraglich, wann die von FB aufgekauft werden ;)

Die Eltern sind es auch, die bestimmen, mit welchen Mitgliedern die eigenen Kinder kommunizieren dürfen. Ein E- Mail- Report informiert sie regelmäßig über die Aktivitäten ihres Nachwuchses. Ein eingebauter Sprachfilter, der obszöne Ausdrücke blockiert, sowie spezielle Richtlinien, die Apps und Plug- ins das Sammeln personenbezogener Daten von unter 13- Jährigen verbieten, tragen überdies zu einem sicheren Umfeld bei.

Für die Auswahl der Inhalte, darunter unter anderem Spiele, Videos, Bastel- Anleitungen oder auch Tratsch- und- Klatsch- Nachrichten, zeichnen Zachary und seine Freunde zum Teil selbst verantwortlich – getreu dem Motto „A social networking site created by kids, for kids!“.

Gefunden auf http://www.krone.at/Digital/Facebook-Verbot_Elfjaehriger_gruendet_eigenes_Netzwerk-Von_Kids_fuer_Kids-Story-346270

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Renate Bergmann – um sich die Zeit zu vertreiben, twittert sie seit 3 Wochen mit großem Erfolg. Fast 3000 Follower hat sie nun schon.

@RenateBergmann

Es ist doch immer wieder unterhaltsam, durch welche Mechanismen hierzulande innerhalb kürzester Zeit Dinge oder Menschen gehypt werden. Sicherlich haben alle eines gemeinsam: sie sind ungewöhnlich. Wie die rüstige Frau Bergmann. Mit geschätzten 80 Jahren sicherlich nicht der durchschnitts-User bei Twitter. Trotzdem hat sie vor knapp 3 Wochen beschlossen, dass sie das mal ausprobieren will und einfach los gezwitschert. Die ersten Sätze waren „Bitte schreiben Sie“. Und die Leute schrieben! Inzwischen hat sie 350 mal gezwitschert und sich eine Follower-Gemeinde von knapp 3000 Followern aufgebaut.

Wie geht das? Was für eine Dynamik steht dahinter? Und kann man so einen Effekt auf Unternehmenswerbung übertragen? Sicherlich kaum. Die Unbefangenheit der rüstigen Dame und die witzigen Tweets wie zum Beispiel „Nicht, dass ihr denkt ältere Leute wie ich mögen diese Karnevalssendungen im Fernsehen. Niemand mag das.“ Kommen einfach gut an. Sie meckert nicht über die Politik oder die Vergangenheit, sie will nur schreiben und unterhalten werden. Dafür unterhält sie auch zurück. Sehr schön, weiter so.

Wie ich beim Lesen in ihren zahlreichen, unterhaltsamen Tweets festgestellt habe, scheint es sich hier um die Omi von Sarah Kuttner zu handeln! Na dann dürfte auch klar sein, woher Frau Kuttner ihren Humor hat. Hier sind ein paar der lustigsten Tweets für euch:

„Ob ich einen Digitalschuss habe wollte der Dozent wissen. Aber wo die Telefonnummern bei Twitter stehen wusste er auch nicht. Schwätzer!“

„Weil schon so viele gefragt haben- mein Kater heißt „Katze“. Ich kann mir nicht alle paar Jahre wenn die sterben einen neuen Namen ausdenken“

„Willkommen, liebe Renate :-) RT @RenateBergmann: Ich bin jetzt hier mit @lindenstrasse befolgt oder befreundet oder wie man sagt!“

Lest einfach selbst…Eure Jane