Mit ‘Social’ getaggte Beiträge

Facebook Graph Search – aufgepasst

Veröffentlicht: 14. Februar 2013 in Soziale Netzwerke
Schlagwörter:, , ,

Ihr habt vielleicht noch nicht davon gehört, aber Facebook wird seine Suchfunktionen „verbessern“. Graph Search heißt der neueste Einfall von Mr. Zuckerberg.

Paul_BieberHierzu habe ich einen sehr interessanten Beitrag von Paul Bieber erhalten, der euch über die wichtigsten Neuerungen informiert und ich kann nur jedem raten, sein Profil auf mögliche Graph Search Likes zu checken. Paul ist Referent und Social Media Manager bei Columbus Interactive in Ravensburg. Zu seinen Kunden gehören u.a. die doubleSlash Net-Business GmbH und site-tracker.com.

Schütze dein Facebook-Profil vor Facebook Graph Search!

Soziale Netzwerke wie Facebook sind ein zweischneidiges Schwert: Sie ermöglichen einerseits neue Formen der Kommunikation mit Bekannten und Unbekannten, andererseits können sie bei unvorsichtiger Nutzung ein Problem für den Schutz von privaten Daten darstellen. Je besser die Suche und Navigation innerhalb von Facebook wird, umso schneller kann dabei die Privatsphäre in Gefahr sein. Zu Beginn von Facebook verschwanden Peinlichkeiten und Dummheiten sehr schnell von der Pinnwand und somit aus dem Blickfeld. Die Einführung der Chronik im Jahr 2011 ermöglichte es, schnell zu alten Beiträgen zu navigieren. Sämtliche Beiträge wurden somit archiviert und bleiben auf unbestimmte Zeit sichtbar.

Die neue Facebook-Suchfunktion „Graph Search“ ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf dem Weg gläserne Profile, die für jeden Nutzer des sozialen Netzwerks sichtbar sind, zu erstellen. Graph Search ist die interne semantische Suchmaschine, welche eine gezielte themen- und personenspezifische Suche ermöglicht. Sämtliche Daten, die Nutzer seit ihrem Start bei Facebook in ihren Profilen eingegeben haben, werden für die Suche herangezogen. Dazu gehören nicht nur die Basis-Angaben wie Geschlecht und Wohnort, sondern auch Fotos, auf denen ein Nutzer getaggt wurde, Seiten, Profile und Postings, bei denen man den „Like“-Button verwendet hat, sowie Kombinationen daraus. So können durch eine derartige Suche auch längst vergessene Peinlichkeiten wieder zum Vorschein kommen. Mit SimpleWash steht gegenwärtig eine Applikation zur Verfügung, die diese unerwünschten Inhalte findet und euer Profil säubert. Ob dies nur ein Versprechen ist oder tatsächlich eine Hilfe darstellt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig geklärt, aber ein Test schadet sicher nicht.

Schlüsselwörter suchen und finden

SimplewashDas Tool durchsucht das eigene Profil nach bestimmten „politisch inkorrekten“ Schlüsselwörtern und zeigt die Beiträge, in denen diese Begriffe vorkommen, in einer Liste an. Sofern gewünscht, werden die gefundenen Beiträge im Anschluss gelöscht oder mit restriktiveren Privatsphäre-Einstellungen versehen. Auch Fotos, die von anderen Nutzern mit dem eigenen Profilnamen getaggt und mit Kommentaren versehen wurden, können auf diesem Wege gefunden werden

SimpleWash bietet zwei Einstellungen: Zum einen ist es möglich, nach einem vorgefertigten Set von Wörtern zu suchen. Da dies außerhalb des englischsprachigen Raums wenig sinnvoll ist – und sicher nicht für jeden die selben Kriterien gelten, ab wann etwas als peinlich anzusehen ist – können zum anderen Suchbegriffe manuell definiert werden. Im Prinzip handelt es sich bei SimpleWash also um eine einfach zu bedienende Profilsuche, mit der beliebige Inhalte mit Hilfe von Schlüsselbegriffen aufgespürt werden. Die Applikation ist kostenlos und verlangt lediglich nach einem Zugang auf die eigenen Pinnwand-Kommentare.

Also liebe Leute, zu euerm eigenen Besten – testet es. Der eine oder andere wird erstaunt sein, was man so nichtsahnend schon alles gepostet hat!

Hier kommt wieder was zum Thema Facebook für Kinder, den ich auf Krone.at gefunden habe. Ich find die Idee super, muss ich sagen!

„Weil er von seinem Vater Facebook- Verbot erteilt bekommen hatte, hat ein elfjähriger Schüler in den USA eben mal sein eigenes soziales Netzwerk gegründet. Das auf Kinder zugeschnittene „Grom Social“ zählt inzwischen rund 7.000 Mitglieder. Wie viele andere Gleichaltrige wollte Zachary Marks aus Florida auch auf FB sein. Doch sein Vater war von der Idee wenig angetan. Ungeachtet dessen registrierte er sich dann eines Abends dennoch. Die Freude über das eigene Facebook- Profil währte allerdings nicht lange.

„Ich hatte es rund eine Woche und war süchtig danach. Ich verbrachte meine ganze Zeit vor dem Computer, um mit meinen Freunden zu chatten“, schreibt Zachary auf der Website  des Netzwerks. Doch dann hat er einen Fehler gemacht: „Einer meiner älteren Freunde fluchte öffentlich und postete etwa Unangemessenes. Ich fluchte zurück. Außerdem nahm ich Freundschaftsanfragen von Älteren an, die ich nicht kannte. Einen Tag später fand mein Dad es heraus. Er war richtig sauer. Ich musste mein Konto deaktivieren. Dann war ich richtig sauer.“

Von Facebook ausgesperrt, machte sich Zachary auf die Suche nach einem zu ihm und seinem Alter passenden Netzwerk. Vergeblich. „Die waren alle kindisch“, schildert der Elfjährige. Die Idee, ein eigenes soziales Netzwerk zu gründen, war geboren. Zusammen mit seinen fünf Geschwistern, Freunden und wohl nicht zuletzt der Mithilfe seines Vaters Darren, Gründer eines Telekom- Unternehmens und seit 2007 Chef eines Energydrink- Herstellers, rief Zachary „Grom Social“ ins Leben – eine Anlehnung an den Slang- Ausdruck „Grom“, der für junge Internetsurfer steht.

Das wichtigste: Die Sicherheit! Damit die Kids in dem Netzwerk auch gut aufgehoben sind, wurden diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Über 16- Jährige werden demnach automatisch als Erwachsene eingestuft und können erst nach Autorisierung durch die Eltern eines bereits existierenden Mitglieds aufgenommen werden.

>> Das ist doch echt eine gute Lösung! Fraglich, wann die von FB aufgekauft werden ;)

Die Eltern sind es auch, die bestimmen, mit welchen Mitgliedern die eigenen Kinder kommunizieren dürfen. Ein E- Mail- Report informiert sie regelmäßig über die Aktivitäten ihres Nachwuchses. Ein eingebauter Sprachfilter, der obszöne Ausdrücke blockiert, sowie spezielle Richtlinien, die Apps und Plug- ins das Sammeln personenbezogener Daten von unter 13- Jährigen verbieten, tragen überdies zu einem sicheren Umfeld bei.

Für die Auswahl der Inhalte, darunter unter anderem Spiele, Videos, Bastel- Anleitungen oder auch Tratsch- und- Klatsch- Nachrichten, zeichnen Zachary und seine Freunde zum Teil selbst verantwortlich – getreu dem Motto „A social networking site created by kids, for kids!“.

Gefunden auf http://www.krone.at/Digital/Facebook-Verbot_Elfjaehriger_gruendet_eigenes_Netzwerk-Von_Kids_fuer_Kids-Story-346270