Pinkstinks – gegen Sexismus in der Außenwerbung

Veröffentlicht: 18. April 2013 in Recht und Ordnung, Spots, Werbung / Marketing
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pinkstinks_logoPinkstinks – so lautet der Name einer Kampagne, mit der auf Werbung aufmerksam gemacht werden soll, die Mädchen in limitierende Geschlechterrollen drückt. Pink stinkt! Mit dieser Botschaft wird gegen Sexismus in der Außenwerbung gekämpft, denn Kinder und Jugendliche werden heutzutage massiv von der Werbewirtschaft und TV-Shows unter Druck gesetzt. Hinzu kommt diese merkwürdige Erscheinung, dass es scheinbar alle witzig finden, wenn Frauen in Spots als dumm dargestellt oder nur auf ihr äußeres reduziert werden. Hierzu gibt es einen sehenswerten Clip auf der Pinkstinks.de Startseite:


Sendungen wie Germanys Next Topmodel verstärken den Tenor des ganzen unglaublich, sodass Mädchen heute vielfach Models werden wollen. Sie sind geblendet von der massiven, aber nur kurz andauernden Aufmerksamkeit, die den Mädchen in GNTM zukommt. Wer die Sendung nur etwas hinterfragt, stößt jedoch schnell auf Kritik. „Sie laufen wieder – ins Leere“ ist der Titel des Stern-Beitrags zum Start der aktuellen Staffel. Dort heißt es unter anderem, dass von den Kandidatinnen in dieser Staffel keine ein Topmodel wird. Die neue Aufmachung sollte wohl eigentlich persönlicher werden, Heidi ist nun wieder ständig mit den Mädels unterwegs und nicht via Bildschirm vom anderen Ende der Welt zugeschaltet. Auch die Massencastings zu Beginn einer jeden Staffel fielen komplett weg. Trotzdem bleibt die Sendung das, was sie vorher auch schon war: Eine Bereicherung für die Macher, die Designer und Fotografen, die dort auftreten. Sicher haben die Mädchen eine schöne Zeit, Geld sehen sie aber kaum. Und interessieren tut sich auch niemand wirklich für die sie, wenn erst einmal alles vorbei ist.

Traurige Folge des Ideals, das hier vertmittelt wird: Das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit der Mädchen nimmt rapide ab. Viele finden sich heute zu dick, hässlich und sind einfach unzufrieden. Der Aufklärungsbedarf, der hier besteht, ist kaum zu bewältigen. Carolin Kebekus ist eine, die es wenigstens versucht. Sie nutzt ihren Status, um mit Sätzen wie „Heidi Klum sagt im Fernsehen, wir wären zu fett, doch Männer lieben Weiber mit’nem Arsch im Bett“ [aus ihrem Album Ghetto-Kabarett – sehr zu empfehlen!] aufzurütteln.

Zurück zu Pinkstinks: Auf der Website http://pinkstinks.de/ könnt ihr euch über die Kampagne informieren, die Petition „Gegen sexuelle Verfügbarkeit in der Außenwerbung: Kinderschutz jetzt!“ unterzeichnen uvm. Und für alle, die sich am 01. September in und um Berlin aufhalten, empfehle ich die von Pinkstinks organisierte Demo!!

Kommentare
  1. Carsten Roose sagt:

    Jane, zeig mir mal eine Werbung für Frauenprodukte, in denen Männer nicht als blöd und dumm dargestellt werden. So rum ist es leider auch nicht viel besser…ich mach da jetzt aber keinen Block draus ;-)
    Greetz C.

    • Jane sagt:

      Hm, ja ich weiß gar nicht recht, was ich jetzt darauf antworten soll…sicher gibt es auch das. Trotzdem. Wenn sich bereits achtjährige dem Druck unterwerfen, schlank sein zu müssen, ist etwas schief gelaufen.

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