„Sicher durchs Internet mit Ben und Lena“ – DAS Pixi Buch

Veröffentlicht: 11. März 2013 in Grundlagen, Kinder, Recht und Ordnung, Soziale Netzwerke
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Die Pixi Bücher kennt man ja. Sie haben vielen Kindern und auch so manchem Elternteil schon bei der Beantwortung der einen oder anderen Frage geholfen. Sie enthalten Infos zu Themen, die für Kinder relevant sind und vermitteln diese in einer kindgerechten Aufmachung und Sprache. So wird zum Beispiel erklärt, wie man mit Haustieren umgeht („Der süßeste Hund von allen“), was zu tun it, wenn man Angst vor Wasser hat („Ist Vincent wasserscheu?“) oder was man macht, wenn einen ein Fremder anspricht oder gar fotografiert („Lena sagt Nein!“). Worauf ich heute aufmerksam machen möchte, ist „Sicher durchs Internet mit Ben und Lena“. Ein sehr schön geschriebenes kleines Heft, das ich auf der Social Media Week beim Vortrag Kinder. Social Media. Verantwortung mitnehmen konnte.

Ich habe heute erst wirklich die Ruhe gehabt, um mir das Büchlein durch zu lesen und den Beitrag zu schreiben. Nur das Lesen hat ungefähr eine Viertelstunde gedauert. Länger nicht! Mein Tip vorweg ist daher: Wenn du dieses Heft irgendwo siehst, nimm es mit! Diese 15 Minuten sollte jeder investieren, der sich um seinen Nachwuchs sorgt. Jedes Kind ist irgendwann soweit, die ersten Schritte im World Wide Web zu unternehmen. Die Medienkompetenz unserer Kinder liegt in unseren Händen und Wissen ist in diesem Bereich enrom wichtig! Die Klicksafe Werbung „Schützen Sie Ihre Kinder im Internet“ ist da sehr treffend…


Zurück zu Pixi:

Zunächst einmal wird hier erklärt, was wahre und falsche Freunde sind und was das Internet überhaupt ist. Es gibt zum Beispiel Geheimnisse, die man bewahrt und andere, die Kinder lieber doch mit den Eltern oder einem anderen, der helfen kann, teilen sollen. Auch ist die Bezeichnung „Freunde“ keine treffende Bezeichnung. Es gibt Profile, wo User teils bis zu 700 „Freunde“ und mehr haben. Erwachsene wissen, dass es sich eher um eine Sammlung von Kontakten handelt und dass nur ein winzig kleiner Prozentsatz zu echten Freunden zählt. Kinder haben hier nicht so genaue Vorstellungen von den Dingen und sie sind leichter zu beeinflussen. Sie sind einfach viel naiver und dafür lieben wir sie ja auch. Aber: Schutz ist wichtig!

„Wenn du nicht weißt, was los ist, halt Abstand, auch im Internet!“  (S. 23)

Wenn du einen Vorgeschmack auf das Heftchen haben willst oder es keines mehr gab, weil die sehr beliebt sind,  habe ich die Tips aus dem Pixi-Buch zusammengefasst. Vor der Nutzung des Internets gilt jedoch die Regel: Sei bei der Einrichtung von eigenem Benutzer, dem Browser und Profilen im Netz dabei, überpfüfe die Sicherheitseinstellungen und stelle die maximale Sicherheit für dein Kind ein!

Du musst (ich habe hier bewusst musst gewählt!) einem Kind erklären oder zeigen,

  • Wie es einen Bildschirm ausschalten kann! Nur dann kann es bei aus Versehen angeklickten Obszönitäten etc. schnell reagieren.
  • Dass bei klassischen Chats jeder sehen kann, was es schreibt! Soll es privat sein, muss ein Instant Messenger wie Skype oder ICQ genutzt werden.
  • Dass es keine Anhänge von Fremden Absendern öffnen darf! Diese können nicht nur Viren sondern eben auch Obszönitäten enthalten. (Hier empfiehlt es sich, dieses Wort mit „Dinge, die du nicht sehen möchtest“ oder „Inhalte, die dich erschrecken“ als Umschreibung zu verwenden.)
  • Wie eine Web-Cam funktioniert und dass es möglich ist, Video-Chats aufzunehmen und auch, dass man solche Videos ins Netz stellen kann!
  • Dass es Fake Profile gibt und man sich im Internet ganz leicht verstellen kann. Man sieht seinen „Freund“ nicht unbedingt und kann so weder Alter, Geschlecht oder Körpersprache zur Beurteilung über Vertrauenswürdigkeit und Sympathie heranziehen
  • Dass es stets einen Nickname, also einen Spitznamen, nutzen soll!
  • Was private Angaben sind! Der Begriff „Privat“ erschließt sich Kindern nicht. Sie müssen wissen, dass man sie nur bei Menschen macht, denen man vertrauen kann. Dein Kind (und du auch) muss darauf achten, was es in seinem oder ihrem Profil über sich verrät.
  • Dass es sich nie mit einem neuen „Freund“ verabreden und treffen soll, ohne dich vorher zu informieren!
  • Dass es andere Fragen um Erlaubnis bitten muss, bevor Fotos veröffentlicht werden, auf denen diese zu sehen sind!
  • Dass Fotos nicht wieder entfernt werden können, wenn andere sie kopiert und weitergeleitet haben! Fotos im Internet sind wie eine Tätowierung, die nicht mehr zu entfernen ist.
  • Dass es mit dir spricht, wenn es zu etwas aufgefordert wird, wobei es sich schlecht fühlt oder das es nicht tun möchte!

„Sag laut und deutlich nein, verlasse dich auf dein Gefühl und vertraue auf deinen Mut!“ (S. 25)

Die weiterführenden Links aus dem Heft habe ich auch noch einmal aufgelistet:

Unter dem Strich ist dieses Pixi Buch so vollgepackt mit hilfreichen und nützlichen Informationen. Kein Wunder also, dass man da schwer ran kommt!

Kommentare
  1. Jasmin sagt:

    Das oben gezeigte Aufklärungsvideo schildert das Problem sehr deutlich und gibt Eltern mit Sicherheit zu denken, ob sie weiterhin ihr Kind unbeaufsichtigt im Internet surfen lassen sollten. Der Jugendschutz Brandenburg e.V hat auch ein gutes „Informationsvideo“ für Eltern geschaffen, wie sie denn mit der Nutzung des Internets ihres Kindes umgehen sollen.

    • Jane sagt:

      Hallo Jasmin,
      danke für den Link! Die Tips aus diesem Interview entsprechen denen aus dem Pixi Heft sehr gut. Sie zeigen deutlich, dass Kinder aus Naivität auf Ideen kommen, denen Erwachsene niemals nachgehen würden. Sich mit Fremden treffen ist sicherlich die gefährlichste Sache. Hier ist eine Aufklärung der Eltern und Kinder extrem wichtig.
      [Leider wurde dein Kommentar von WordPress als Spam identifiziert, sodass ich es eben erst durch Zufall gefunden habe.]

  2. […] in dem auf Kinder zugeschnittene Infos dazu enthalten sind. Wer sich dafür interessiert, kann hier alle wichtigen Infos aus dem Heft […]

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