Was bedeutet denn überhaupt der Begriff „Kind“

Veröffentlicht: 29. Dezember 2012 in Grundlagen, Kinder
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Aaaalso ich unterscheide hier zwei Mögliche und für den Blog nützliche Abgrenzungen oder besser Definitionen: Die nach dem Recht und die andere im Sinne der Werbung (gut, das war ja jetzt eigentlich auch klar :)

Juristische Definition des Begriffes Kind

Im deutschen Recht findet man die Einordnung des Begriffes „Kind“ im Jugendschutzgesetz (JuSchG). Nach § 1 Abs. I JuSchG sind Kinder vom Tage ihrer Geburt an bis zur Vollendung des 13. Lebensjahres als solche einzuordnen. Erst ab dem 14. Lebensjahr sind sie rechtlich gesehen Jugendliche. Nach dieser Abgrenzung richtet sich auch mein Blog, das heißt ich beziehe mich auf Werbung vor und mit Kindern, wobei die Kinder zwischen 6 und 13 Jahre alt sind.

Marketingbezogene Abgrenzung: Kinder als Zielgruppe

Zunächst einmal ist eine Zielgruppe als solches eine Gruppe von Personen, die bezüglich bestimmter Eigenschaften oder Merkmale relativ gleichartig sind, also sich homogen verhalten. Anhand dieser Merkmale wie zum Beispiel dem Alter oder Geschlecht ist es möglich, den gesamten Markt in Segmente einzuteilen und Zielgruppen zu bilden.[1]  Diese Gruppen werden dann mit Instrumenten wie der Werbung, Verkaufsförderung oder auch PR angesprochen.

Eine genaue Bestimmung der Zielgruppe ist der Ausgangspunkt für alle marketingbezogenen Maßnahmen. Die Zielgruppe „Kind“ könnte man nach dem Geschlecht oder dem Alter eingrenzen. Demnach kann man nach „Jungen“ und „Mädchen“ einteilen oder nach „Babys“, „Klein-“ bzw. „Vorschulkinder“, „Grundschulkinder“ und „Schulkinder“. Doch auch die Gruppe der Schulkinder umfasst noch immer eine Menge heranwachsender Persönlichkeiten. Hier gibt es zum Beispiel Maßnahmen speziell für die sogenannten „Pre-Teens“. Sie richten sich nur an an Kinder von zehn – zwölf Jahren.[2]

Die jungen Konsumenten sind nicht nur für Produzenten elektronischer Medien wie Spielekonsolen, Handys oder MP3-Player eine der wichtigsten Zielgruppen. Mit einer Kaufkraft von insgesamt 6,5 Milliarden Euro sind sie bedeutende Marktteilnehmer.[3]  Sie beeinflussen durch die Entdeckung und Empfehlung bestimmter Marken auch den Konsum der Eltern maßgeblich mit. Hierbei bleibt aber zu berücksichtigen, dass sie nur dann ein neues Produkt in ihre Familie einführen und Einfluss nehmen wollen, wenn sie sich auch wirklich für das Produkt interessieren. Und da kommt dann wieder die Werbung ins Spiel.

Anmerkung: Nach der UN – Kinderrechtskonvention (auch als „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ bezeichnet, Art. 1) ist dagegen Kind, wer noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Literatur hierzu findest du außerdem unter den folgenden Quellen:

  1. Gabler Kompakt – Lexikon Wirtschaft (2006), S. 381.
  2. Müller (1997), S. 26.
  3. KidsVerbraucheranalyse (2007), S. 6.

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