Definition und Entwicklung des Kindermarketings

Veröffentlicht: 24. November 2012 in Grundlagen, Kinder, Werbung / Marketing
Schlagwörter:, , , , , ,

Hier mal ein Auszug aus einer der führenden deutschen Marketinglexika zur Definition: Marketing ist nach Kotler und Bliemel „ein Prozess im Wirtschafts- und Sozialgefüge, durch den Einzelpersonen und Gruppen ihre Bedürfnisse und Wünsche befriedigen, indem sie Produkte und andere Dinge von Wert erstellen, anbieten und miteinander austauschen.“ [1]

Wenn man jetzt versucht, diese Definition auf Kinder anzuwenden, fällt schnell auf, dass Kinder eher selten in der Lage sind etwas zu erstellen oder anzubieten. Marketing heißt aber auch, dass Personen auf Märkten tätig sind und so dafür sorgen, dass durch Tauschvorgänge die Zufriedenheit aller Tauschpartner steigt. Beim Kindermarketing sind diese Tauschvorgänge so ausgestaltet, dass einer der Tauschpartner ein Unternehmen/ Anbieter ist und der andere Tauschpartner ein Kind/ dessen Erziehungsberechtigter.

Die Marketinginstrumente werden so eingesetzt, dass die lieben Kleinen speziell angesprochen werden und so bestimmte Wünsche und Bedürfnisse geweckt oder bestärkt werden sollen. Hierzu gehört der Einsatz der klassischen Bereiche (die gerne auf -politik enden): Produkt- und Programm-, Preis- und Kondition-, Kommunikations- und schließlich die Distributionspolitik. [2] Heute kommen noch die Möglichkeiten des Onlinemarketings dazu. Dem werde ich mich aber erst widmen, wenn ich das bereits zusammen getragene aufbereitet und online gestellt habe.

Das Interesse an Kindern als Konsumenten begann in den 60’er Jahren in den USA. Damals waren es nur einige wenige wie zum Beispiel James McNeal, die das Potenzial der kleinen Konsumenten sahen. Sie begannen damit, Kinder als eine eigenständige Zielgruppe zu identifizieren und deren Wünsche wahr zu nehmen. Zu dieser Zeit waren die wirtschaftlichen Folgen des 2. Weltkrieges weitgehend beseitigt und Eltern konnten sich auch wieder der Erfüllung dieser Wünsche widmen. Seitdem haben die Kaufkraft und das Konsumpotenzial der Kinder stetig zugenommen.

entnommen aus der KidsVerbraucherAnalyse 2008

entnommen aus der KidsVerbraucherAnalyse 2008

Heute stehen Kindern in Deutschland monatlich etwa 23 € zu ihrer freien Verfügung, wobei den 6- bis 9-Jährigen ungefähr 14 € zur Verfügung stehen und den 10- bis 13-Jährigen im Schnitt 32,5 €. Das hat sich seit 2010 auch nicht großartig geändert. Nur das Sparguthaben ist gestiegen.

Literatur hierzu findest du unter den folgenden Quellen:

  1. Kotler, Bliemel (2001), S. 12 und auch S. 24.
  2. Poth, Poth und Pradel (2008), S. 253.
  3. Zur Entwicklung siehe McNeal (1999), S. 13 und S. 17.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s